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Walter W. Wacht, Michael Lutz
»Das ist ein Kampf, wenn auch kein bösartiger«, kommentierte die Regisseurin und Choreografin Monika Gintersdorfer im »Kunstsprache Theater«-Interview in Spex #328 das für Europäer ungewohnte Publikumsgebaren in Abidjan an der Elfenbeinküste. »Das Publikum ist alles andere als still. Da schaltet niemand sein Handy aus, die Leute brüllen ihre Begeisterung oder ihre Aufregung heraus, und im Gegensatz zu Deutschland partizipieren sie auch gerne.« Vom 2. bis 4. September bringt Gintersdorfer mit ihrem langjährigen Bühnenpartner Knut Klaßen das Tanztheater »Rue Princesse« ins Haus der Kulturen der Welt Berlin, im Oktober gastiert »Rue Princesse« in Hamburg.
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Walter W. Wacht
»Was gibt es für Marketingleute Besseres als eine Gruppe mit eindeutigem ›unique selling point‹?«, fragt Sebastian Hammelehle in seinem Artikel zu Arcade Fire in unserer aktuellen Ausgabe Spex #328. Klassische Musikvideos zählen nicht zum Marketingrepertoire der kanadischen Band. Ihr Clip zu »Neon Bible« war interaktiv, eine rein auf die Vermarktung über das Internet zugeschnittene Bewegtbildarbeit – und erzeugte eine dementsprechend große Aufmerksamkeit im Netz. Auch der neue experimentelle Kurzfilm »The Wilderness Downtown« von Regisseur Chris Milk zu Arcade Fires Stück »We Used to Wait« (aus »The Suburbs«) spricht diese digitale Sprache.
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Walter W. Wacht

Nachschlag, diesmal: Schnecken! Dicke fette Weinbergschnecken! Dicke fette Weinbergschnecken, die langsam die Hirnregionen einer Büste erkunden. Regisseur Timo Schierhorn und Kameramann Thomas Oswald entschleunigen das sowieso recht langsame Stück »Er sagt« der Gruppe 1000 Robota.
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Michael Lutz
Space-Riffs, statische Jams und Wah-Wah-Schleifen: Willkommen in der dunklen Welt von Stephen McBean, dem Anführer von Black Mountain. Die kanadische Band bekennt sich zu progressivem Rock mit Psychonote und lässt jedes ihrer Konzerte zu einer verhexten Séance auswachsen. Im September kommen Black Mountain präsentiert von Spex für einige Shows nach Deutschland.
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Walter W. Wacht
Eine kurze Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse: Auf dem Bonaparte-Album »My Horse Likes You kollaborierten sie mit Tobias Jundt bei dem Stück »Orangutang«, eine Fortsetzung gab es in Form eines gemeinsamen Live-Sets im Rahmen des Melt! Festivals. Ihre Zusammenarbeit mit Thom Yorke bei dem Track »The White Flash« wurde von Robag Whrume geremixt auf Freude am Tanzen veröffentlicht. Am 28. September spielen sie mit Sascha Ring als Moderat in der Volksbühne Berlin. Und ihre »Body Language«-Compilation ist nun auch beinahe wieder ein Jahr alt. Zeit für Neuigkeiten in Sachen Modeselektor also: Auf ihrem Label Monkeytown Records erscheint im November der erste Teil der »Modeselektion«-Reihe, dazu bringen sie das Setup für einige Live-Shows in deutsche Clubs.
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Walter W. Wacht

Wer sich als Musiker bzw. Band für ein klassisches Performance-Video entscheidet, steht entweder selbst zu sich als Person bzw. Formation, oder versucht das Ganze wieder ironisch zu brechen und den Clip auf eine andere Ebene als die der Abbildung des ›Produkts‹ zu bringen. Interpol haben sich für ihr neues Musikvideo zu »Barricades« scheinbar für einen Mittelweg entschieden.
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Walter W. Wacht

Frage: Was macht eigentlich Tiga Sontag gerade? Antwort: Unter anderem in Chily Gonzales Debütspielfilm »Ivory Tower« glänzen. Tiga spielt darin Thadeus, einen ehrgeizigen und leidenschaftlichen Schachprofi, der seinem eigensinnigen Bruder Hershel (Gonzales) zunächst die Freundin (Peaches) ausgespannt und ihn schließlich in Sachen Schachkarriere überholt hat. Im wahren Leben packt Tiga hingegen weiterhin die Musik: Auf seinem label Turbo Recordings veröffentlicht er die neue EP bzw. das Album von Azari & III, seinen Remix von The XX verschenkt er aktuell als MP3.
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Die Redaktion
Als am vergangenen Samstag der Tod von Christoph Schlingensief bekannt wurde, war nicht nur die Trauer in der Spex-Redaktion groß, zahllose Menschen gedachten dem 49-jährig an Lungenkrebs verstorbenen Regisseur. »Wie weit würde ich eigentlich gehen?«, war einer der Gedanken Alec Empires zu Schlingensiefs großen gesellschaftlichen Engagement. Genau wie Frank Spilker (Die Sterne) und Gernot Bronsert und Sebastian Szary Modeselektor erinnert Alec Empire an Christoph Schlingensief.
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Walter W. Wacht

Eine fantastische Traumwelt ließ sich Anders Trentemøller für das Musikvideo zur zweiten Single »Even Though You’re With Another Girl« aus seinem »Into The Great Wide Yonder«-Album kreiren. Regisseur Adam Hashemi zeigt uns in diesem Kurzfilm einen Mann, der, unfähig mit sich selbst zu leben, die Hoffnung vom eigenen Glück zerstört.
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Walter W. Wacht

Als am vergangenen Freitag die Nachricht des »Luna Land Berlin«-Open-Airs die Runde im Internet machte, glaubte man kurz an einen guten Witz: Ein schlagkräftiges Techno-, House- und Disco-Line-Up mit u.a. Tiefschwarz, Matthew Jonson, Sammy Dee, Jamie Jones und Sis, vergleichsweise günstiger Eintritt in einen seit acht Jahren geschlossenen Vergnügungspark in Berlin gleich am nächsten Wochenende – das konnte nur ein Scherz sein. Es war kein Scherz.
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Walter W. Wacht

Wenn man bald zehn Jahre nach der von London ausgehenden Expansion von Dubstep spricht, dann spricht man kaum noch von ›dem‹ Dubstep, von ›dem‹ Rhythmus – so wie man es in anderen musikalischen Spielarten schließlich auch nicht zu tun pflegt, denn wer würde schon eine wegweisende Garage-Rock-Band wie The Strokes mit heutigen Indie-Superstars wie The XX vergleichen. Wenn also am kommenden Samstag in der Gebläsehalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord die Produzenten bzw. DJs Scuba, Shackleton, Appleblim und Ramadanman sowie Jazzanova als Live-Act im Rahmen der Ruhrtriennale auftreten, dann ist an diesem Abend zwar großteils Dubstep dran, aber ebenfalls Ausfransungen in zig andere Richtungen.
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Walter W. Wacht
Nach der ersten Albumankündigung und dem Gratis-Download zum Song »Nobody Can Do Me No Harm« folgt nun der nächste längere Ausblick auf »Fukui«, das neue, ganz in japanisch gehaltene Stella-Album. Der Videokünstler und Regisseur Timo Schierhorn inszenierte das Musikvideo zu dem langsamen und düsteren Song »オフィースとストア« (»Office and Store«), gedreht wurde im Bahnhof der Yamanote-Linie, Haltestelle Shibuya in Tokio. Stella-Sängerin Elena Lange erklärte uns den Drehort so: