Text:
Martin Eiberle

Wie stiefmütterlich beziehungsweise hervorragend Serienproduktionen in Deutschland behandelt werden, wurde im ausführlichen Interview des Spex-Serien-Schwerpunkts in Ausgabe Spex #326 nachgezeichnet. Darin wurden mit »Kriminaldauerdienst« und »Im Angesicht des Verbrechens« zuletzt zwei hervorragende Serien als Studien aus der Unterwelt thematisiert. Nun kommt mit »Blutsbrüder« eine weitere vielversprechende und unterhaltsame Webserie hinzu.
Text:
Harald Peters
Vincenzo Natali (»Cube«) und Guillermo del Toro (»Hellboy«, »Pans Labyrinth«) haben beide ein Faible für märchenhaften Meta-Horror, der über plumpe Effekte erhaben ist. In ihrem ersten gemeinsamen Film »Splice« ergründen Natali als Regisseur und del Toro als Produzent die moralischen Abgründe der Zivilisation, erzählt als schleimtriefende Wissenschaftsparabel.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 07.06.2010 11:22
Text:
Walter W. Wacht

Dem Video zu Efdemins »There Will Be Singning« ist mit minimalen Mitteln eine beeindruckende Sogwirkung gelungen: Die Kamera fährt zunächst langsam über in Schwarz-Weiß- und Sepia-Tönen gehaltene Fotografien, wechselt mit ansteigendem Tempo und gesteigerter Clap- und Beat-Zahl die Geschwindigkeit, um schließlich von abrupten Schnitten unterbrochen zu werden.
Text:
Sebastian Hammelehle
Uffie ist der Hype von vor drei Jahren, ihr Konzept ist längst von der kalifornischen Landpomeranze Ke$ha kopiert und in die Charts überführt worden. Zu spät für Uffies Debütalbum ist es aber nicht – denn auf ihm packt sie ihre Geringschätzung für amerikanische Mainstreamkultur in großartige Texte.
Erschienen in SPEX #326 05-06.2010 | 03.06.2010 12:28
Text:
Walter W. Wacht
Ihr neues Musikvideo zu »Glamour Girl« bedient sich der gleichen Prinzipien, die auch den zahllosen »Jackass«-Formaten und Skateboard-›Bail‹-Videos zugrunde liegen: Stürze aus mittlerer Höhe, eine meist scheinbar schmerzhafte Landung, die oft aber gerade noch glimpflich ausging. Der Unterschied: Die Chicks On Speed zeigen keinen Sport oder fügen sich selbst Schaden zu, stattdessen collagieren sie nun für die Neuauflage ihres 1998 erstmals veröffentlichten Songs »Glamour Girl« zahllose Cat-Walk-Aufnahmen von Modeschauen, Miss-Wahlen oder Casting-Shows, in denen junge Damen auf geheiß der Modehäuser auf hohen Absätzen über den Laufweg staksen und schließlich vor der Schwerkfraft kapitulierend zu Boden gehen. Aber es gibt noch weitaus interessantere Neuigkeiten der Chicks On Speed: Von Juni bis August wird man endlich das Ergebnis von Melissa Logans und Alex Murray-Leslies ›Residency‹ im schottischen Dundee sehen können.