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Oskar Piegsa
Das Thema Regenbogenfamilie ist im Pop angekommen: »I’m gonna fuck my friends and get a little tiny baby«, singt JD Samson im Song »Credit Card Babie$« ihrer queeren Elektropop-Band Men. »Es geht um die Hürden, die dem Kinderwunsch von Lesben und Schwulen in den Weg gelegt werden«, sagt Samson und meint damit auch finanzielle Hürden. »Why don’t you adopt / Borrow someone’s cock«, heißt es in dem Song – schließlich gibt es billigere Wege, an ein Kind zu kommen, als für den Gegenwert eines Kleinwagens in der Samenbank shoppen zu gehen. Strategischer Sex mit schwulen Freunden zum Beispiel.
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 02.07.2010 | 25.06.2010 08:28
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Martha Linz
Letzte Woche stand in der Zeitung, in der taz, um genau zu sein: »Die 80er waren das Jahrzehnt von Pop, die 90er das Jahrzehnt von Rave und Politik, die Nuller das Jahrzehnt von Kunst und Mode.« Vorausgesetzt, das stimmt so: Was werden die Zehner dann für ein Jahrzehnt? Bei der Modemesse Bread & Butter, die wieder vom 7. bis 9. Juli im Berliner Flughafen Tempelhof ihre Zelte aufschlagen wird, gibt man schon eine Antwort: Die Zehner könnten das Jahrzehnt der Kunstmode werden – beziehungsweise der Modekunst.
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Walter W. Wacht
Wenn am Freitag das Kölner Gloria seine Türen für Spex Live öffnet, dann sollten all jene, die sich für Synthie-Pop-Legenden erwärmen, ganz vorne in der Warteschlange stehen. Als Special Guest konnten wir niemand geringeres als O.M.D. (Orchestral Manoeuvres In The Dark) gewinnen, die man ohne groß zu übertreiben in einem Atemzug mit Kraftwerk, The Human League, KLF, Mike Oldfield, ABC und den Pet Shop Boys zu nennen hat. Für Spex Live werden Andy McCluskey und Paul Humphreys ein exklusives, halbstündiges Laptop-Live-Set spielen, im Spex-Interview erinnerten sie sich an ihre letzte Show in Köln.
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Walter W. Wacht

Nicht mehr lange bis zur siebten Ausgabe des Festivals beziehungsweise des Musik- und Medienkongresses c/o pop in Köln. Dabei wird nicht nur Spex Live in Köln gastieren, auch abseits unserer Club-Veranstaltungen kann man eine schiere Vielzahl an Konzerten, DJ-Sets und inhaltlichen Veranstaltungen besuchen. Im Folgenden geben wir mit dem »Spex Guide to c/o pop« einen Überblick zu den interessantesten und vielversprechendsten Veranstaltungen des Festivals.
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Walter W. Wacht

Die Frage lautete: Wie kamen die Gorillaz eigentlich nach »Plastic Beach«? Das neue Musikvideo zu »On Melancholy Hill« gibt nun eine ganz einfache Antwort darauf.
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Walter W. Wacht

Eine frühe Form der Videokunst entwickelte in den sechziger Jahren Andy Warhol: Für seine Reihe »Screen Tests, 1964-66« lud Warhol 189 Persönlichkeiten in sein »Factory«-Atelier, die Handlungsanweisung war für jeden dieselbe: Susan Sontag, Edie Sedgwick, Salvador Dalí, der kürzlich verstorbene Dennis Hopper oder Lou Reed. Das neue Musikvideo zur kürzlich erschienenen 7"-Single »Porcelain« des Duos Kraków Loves Adana referenziert nun Andy Warhols »Screen Tests«-Reihe, wenn auch nicht mit der gleichen Konsequenz. Wir zeigen die Premiere des »Porcelain«-Videos.
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Walter W. Wacht

Auto-Tune überall. Auch Uffie setzt den Effekt in ihrer aktuellen Single »A.D.D. S.U.V.« nicht gerade sparsam ein. Die Ausnahme: Mr. Pharrell Williams Feature-Spot, der dafür über »Ghetto«-dies und »Ghetto«-das referiert.
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Max Dax
Liebe Leserinnen und Leser,
1. SEX Herr Bonaparte: »Eigentlich geht es um Sex. Ganz wilden, animalischen Sex.« Jens Balzer: »Ich hatte es für eine Parabel auf die moderne Industriegesellschaft gehalten.« Herr Bonaparte: »So kann man es auch sehen.« Oder, acht Seiten zuvor, Jake Shears von den Scissor Sisters im Spex-Gespräch mit Sebastian Hammelehle: »Ich habe früher viele Wohnungen mit sehr vielen Strichern geteilt. Ich habe kein Problem mit Prostitution. Ich respektiere diesen Job. Als Popstar verkauft man sich ja auch, das meine ich gar nicht negativ – es ist vielleicht eher eine mentale Prostitution auf der Bühne, aber die Leute kommen ja doch auch, um meinen Körper zu sehen. In den besten Momenten unserer Konzerte habe ich mich immer als Prostituierter gefühlt.« (Vgl. auch: 4. Vampire.)
Erschienen in SPEX #327 07-08.2010 | 18.06.2010 11:13
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Walter W. Wacht

Nach der Rube-Goldberg-Maschine wenden sich OK Go in ihrem neuen Video zu »End Love« der Hochgeschwindigkeit zu. Das Regie-Trio OK Go, Eric Gunther und Jeff Liebermann realisierte den Clip in einem einzigen Take, nur war dieses eine Take eben ganze 210 Stunden lang. Gedreht wurde in einem öffentlichen Park nahe der Stadt Silverlake in Kalifornien.
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Martin Hossbach
Am 19., 20. und 21. Juni spielt das junge Berliner Solistenensemble Kaleidoskop seine ›Konzertinstallation‹ »Hardcore 2« im Radialsystem an der Spree. Spex präsentiert die Abende und empfiehlt zahlreiches Erscheinen. Martin Hossbach sprach anlässlich des Konzertprogramms, das u.a. aus Stücken von Ligeti, Xenakis, Beethoven und Telemann besteht, mit dem künstlerischen Leiter Michael Rauter und Geschäftsführer Volker Hormann.
Text:
Walter W. Wacht
Derzeit ist Fußball – überall. Ob am Kiosk nebenan, in der Cocktail-Bar, im Schuhgeschäft, in Agenturen, Cafés, Restaurants und Clubs, eigentlich überall wird derzeit auf Leinwände bzw. in Monitore und Röhren geschaut, wer keinen Fernseher anbietet, hat bereits (potenzielle Gäste) verloren. Der Negativeffekt: Bei dem Überangebot an Live-WM-Übertragungen in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Räumen muss nun jeder noch ein Stück weit mehr um Aufmerksamkeit kämpfen: Mit besserem Beamer, größerer Leinwand, schönerem Ambiente oder eben Rahmenprogramm. Am heutigen Spieltag der Gruppe A treffen Südafrika auf Uruguay (Spielbeginn: 20:30 Uhr) dürfte der wahre Sieger Festsaal Kreuzberg Berlin lauten: Gleich im Anschluss an das Spiel gibt die Gruppe Kreidler dort nämlich ein Gratis-Konzert.
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Walter W. Wacht
MGMT-Video zu »It’s Working« nicht Halt. Aus einem kleinen Karton samt beiliegender Aufbauskizze wird unter den bemüht heimwerkenden Händen von Andrew VanWyngarden und Ben Goldwasser eine fantastsche Traummaschine mit tausenden Lebensgestaltungsentwürfen zusammengeschraubt. Ob Softeis oder Passfoto, ob Primaballerina oder Schlagzeuger: da ist für jeden was dabei.