April, 2010

Health

We are Water

Text: Walter W. Wacht

Guten Morgen am Montag, es gibt Blut zum Frühstück: Horror, Terror und Splatter vom Feinsten serviert Regisseur Eric Wareheim im neuen Musikvideo der aus Los Angeles operierenden Noise-Band Health, weshalb es hiermit allen feinfühligen, zartbesaiteten und magenempfindlichen Spex-Lesern strengstens verboten ist, das untenstehende Video zur neuen, mit kreischenden Gitarren und verzerrten Feedbackschleifen arbeitenden Health-Single »We are Water« anzuschauen.                            

 
 

Abschied vom Ideal der objektiven Schönheit

Malcolm McLaren (22. Januar 1946 - 8. April 2010)

Text: Jan Kedves

Malcolm McLaren ist gestern in einem Schweizer Hospital im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Künstler, den man genauso als genialen Manager, Designer, Provokateur, Impresario, Ausbeuter und Pressemanipulator bezeichnen konnte, litt seit einigen Jahren an der seltenen Krebsart Mesotheliom, ohne dies publik zu machen. Sein Zustand schien lange Zeit stabil. Im Oktober brach die Krankheit erneut aus. Mit McLaren, der in den Siebzigern als Manager der Sex Pistols berühmt wurde, verliert die Kunst- und Popwelt einen ihrer wichtigsten Vordenker.                             

 
 

Wie ein Monument, seltsam der Gegenwart entrückt

Platte der Ausgabe: Kristof Schreufs »Bourgeois with Guitar«

Text: Max Dax, Aram Lintzel, Andreas Reihse, Ralf Krämer

Kristof Schreuf Bourgeois with Guitar Pop-Briefing Tonträger Spex<br /><br />
325 Platte der Ausgae»Ihre Suche nach ›Kristof Schreuf‹ ergab in der Kategorie ›Musik‹ keine Treffer.« Wer in den letzten Jahren auf Lebenszeichen vom einstigen Sänger und Texter der Bands Kolossale Jugend respektive Brüllen wartete, zog sich besser etwas Geduld an. Die Zeit und ihr Verstreichen sind daher womöglich nicht zufällig die großen Themen von Schreufs erstem Album unter eigenem Namen. Auf »Bourgeois with Guitar« finden sich drei eigene und neun in die Jahre gekommene Rocksongs und Disco-Klassiker – darunter »Last Night a DJ Saved My Life« von Indeep, »Highway to Hell« von AC/DC und Donna Summers »I Feel Love«.                            

 
 

Juana Molina & Jazzanova für Rubén Rada

Haus der Kulturen der Welt Berlin ehrt südamerikanischen Musiker, Konzerte, Verlosung

Text: Walter W. Wacht

Rubén RadaIn seiner Heimat Uruguay gehört der Perkussionist und Sänger Rubén Rada zum musikalischen Allgemeingut, oder präziser: Rada ist dort ganz einfach seit Jahrzehnten ein Popstar. Dass Musikern solch ein Status längst nicht in jedem Land vorauseilt, dürfte all jenen klar sein, die sich auch abseits von grellem Plastik-Pop mit Musik beschäftigen. Seit Ende der 1960er Jahre arbeitet Rubén Rada ausgehend von Funk-Musiken an der Entwicklung von Candombe, einer äußerst rhythmischen und auf Trommeln basierenden lokalen Tanzmusik mit Wurzeln in Montevideo und Buenos Aires. Wie vielfältig dabei nicht nur der Candombe, sondern die südamerikanische Musikkultur im Allgemeinen ist, zeichnet derzeit die dritte Ausgabe der Veranstaltungsreihe »LifeLines« im Berliner Haus der Kulturen der Welt nach. Anlässlich des »Bicentenario«, des 200. Jahrestags der Unabhängigkeitsbewegungen der Länder Südamerikas, wird Rubén Rada gemeinsam mit Jazzanova auftreten, außerdem wird die argentinische Muikerin Juana Molina Cover-Versionen von Radas Band Totem spielen.                            

 
 

Phantasmagorien der eigenen Erinnerung

MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik, verschiedene Spielorte, 19.-28. März, Berlin

Text: Joachim Ody

Utopischer Mystizismus, kulturelle Schocks sowie Tod und Trauer ohne Erbarmen: Joachim Ody besuchte in der vorvergangenen Woche MaerzMusik 2010 in Berlin, das »Festival für aktuelle Musik«, das sich im Vorjahr des Jubiläums religiös erhaben und hochsensibel präsentierte – und nur Aufbruchsignale und den Glauben an die Utopie vermissen ließ.                            

 
 

Im goldenen Licht eines Parkplatzes

»A Single Man« von Tom Ford

Text: Esther Buss

A Serious Man Tom Ford Stills

In »A Single Man« zeigt sich Modedesigner und Regiedebütant Tom Ford wenig interessiert am ›period picture‹. Am 8. April läuft der Film in den Kinos an.                            

 
 

Im Zweifel für Tocotronic

Premiere: Das neue Musikvideo zu »Im Zweifel für den Zweifel«

Text: Martin Eiberle

Der reine Schall- und Wahnsinn, die Zweite: Nach dem Video zur ersten Tocotronic-Single »Macht es nicht selbst« folgt nun das brandneue Musikvideo zu dem desperat-romantischen Stück »Im Zweifel für den Zweifel«, das wir im Folgenden mit dem Online-Musikfernsehsender tape.tv als Premiere zeigen.                            

 
 

»Hier bin ich mir meiner Kraft sicher«

TVOTR-Gitarrist Kyp Malone zu seinem Solo-Projekt Rain Machine, ab heute auf Tournee

Text: Walter W. Wacht

Kyp Malone Rain MachineSeine Stammband TV On The Radio pausiert zur Zeit, Ende letzten Jahres veröffentlichte Kyp Malone dann sein gleichbetiteltes Solo-Album als Rain Machine auf Anti- Records, auf dem der Vollbarttragende TVOTR-Gitarrist und -Sänger auch gleich alle anderen Instrumente einspielte. Dazu ging Malone mit Rain Machine musikalisch sowohl neue als auch mit TVOTR deckungsgleiche Wege, experimentierte vor allem mit seiner Stimme. Ab heute ist Malone mit seiner Rain Machine Wooden Band auf Deutschland-Tour, neben dem heutigen Konzert in Heidelberg spielt er in Berlin und Köln. Grund genug, in Sachen Rain Machine kurz bei Kyp Malone nachzuhaken.                            

 
 

Im Zweifel für die Pubertät: Tocotronic

Premiere: Das neue Musikvideo zu »Im Zweifel für den Zweifel«

Text: Martin Eiberle

Der reine Schall- und Wahnsinn, die Zweite: Nach dem Video zur ersten Tocotronic-Single »Macht es nicht selbst« folgt nun das brandneue Musikvideo zu dem desperat-romantischen Stück »Im Zweifel für den Zweifel«, das wir im Folgenden als Premiere zeigen.                            

 
 
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