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Walter W. Wacht

Im Januar waren wir in Hamburg, im Mai findet zum zweiten Mal ein Club-Abend in Berlin statt und nun besucht Spex mit der Veranstaltungsreihe Spex Live auch endlich wieder Köln. Am 25. Juni bringt die Berliner Spex-Redaktion drei Live-Acts ins Kölner Gloria Theater, einem furiosen Wochenendauftakt der c/o pop steht mit den Konzerten von Robyn, Bonaparte und Caribou am Freitagabend wohl nichts mehr im Weg.
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Gunnar Klack
Vom Science-Center in Wolfsburg über das Bühnenbild für eine Pet-Shop-Boys-Welttournee bis hin zu organisch geschwungenen Hightech-Pumps: Es scheint nichts zu geben, dem Zaha Hadid nicht ihren Formstempel aufdrücken kann.
Erschienen in SPEX #325 03-04.2010 | 30.03.2010 17:05
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Walter W. Wacht

Das von hinterrücks herausragende zweite Paar Füße erklärt einiges zu Kelis’ neuer, clubbiger Electro-Soul-Single »Acapella«. Heißt es im Refrain ständig »Before you, my whole life was acapella«, denkt man reflexartig an eine neue Liebesbeziehung, einen weiteren Boyfriend, eine Partnerschaftliche Beziehung. Irrtum! Wir zeigen in Kooperation mit dem Online-Musikfernsehen tape.tv die Premiere von »Acapella«, das diese Frage schnell ausräumt.
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Walter W. Wacht
In rund einem Monat ist es endlich wieder soweit: Am 12. Mai gastiert Spex mit Spex Live zum zweiten Mal im Berliner Club Berghain und bietet ein vielfältiges Live- und Clubprogramm bis in die frühen Morgenstunden. Wie schon im Vorjahr öffnet das Berghain für Spex Live alle drei Floors: Auf dem Berghain-Floor, der Panoramabar und im Lab.oratory hört und sieht man dann Konzerte und DJ-Sets von Robyn, High Places, Efdemin, Daniel Miller, Darkstar, Annie, Trevor Jackson und vielen anderen.
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Walter W. Wacht

Es muss nicht immer die grenzenlose Budget-Explosion sein, die ein Musikvideo ansehnlich, unterhaltsam und zum Kunstwerk werden lässt. Die Berlin-Hamburgische Gruppe La Stampa zeigt mit ihrem neuen Video zu »Jealousy« wie genau dies geht: Zu der von Breaks durchzogenen neuen La-Stampa-Single ließ der Regisseur und Künstler Marko Lulic zum einen den deutschen Bildhauer Erich Hauser zum Leben erwecken, genauer: dessen überdimensionierte futuristische Stahl-Skulpturen, zum anderen bediente er sich bei der Siebziger-›Schauspielerin‹ Raquel Welch. Wir zeigen die Premiere des neuen Musikvideos.
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Barbara Schweizerhof

In der Tradition von Filmen wie »Die Farbe Lila« und »Dangerous Minds« erzählt Lee Daniels »Precious – Das Leben ist kostbar« von der Vergegenwärtigung eines Außenseiterschicksals. Dank seiner außergewöhnlich drastischen Konsequenz, sogar Mariah Carey verzichtete in einer Nebenrolle auf ihren üblichen Glamour, erhielt »Precious …« als Geheimtipp zwei Oscar für das beste adaptierte Drehbuch und die beste Nebenrolle. Heute startet der Film in den deutschen Kinos.
Erschienen in SPEX #325 03-04.2010 | 25.03.2010 08:30
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Walter W. Wacht
Als würde er regelmäßig Metallspäne zum Frühstück verspeisen und anschließend genüsslich eine Schachtel Zigaretten wegquarzen – ungefähr so klingt die Stimme Sam Herrings, Sänger des begnadeten Post-Wave-Trios Future Islands aus dem amerikanischen Baltimore. Umso ungewöhnlicher klingt die restliche Musik der Future Islands:
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Walter W. Wacht
Wer sich Ende letzten Jahres ein Vinyl von Mount Kimbies »William«-EP gesichert hat, dem ist Wertsteigerung beinahe garantiert: Im Verkaufsportal von Discogs.com, des besten und umfangreichsten Musikarchivs am Netz, geht das 12"-Vinyl derzeit schon für 25 US-Dollar bis 40 britische Pfund über den Tresen, die Nachfrage nach dem vergriffenen Vinyl bleibt hoch. Den beiden Londoner Ambi-Tech-Step-Produzenten Dominic Maker und Kai Campos dürfte dies ziemlich recht sein: Im Juni veröffentlichen sie als Mount Kimbie ihr Debütalbum, vorab erscheinen auf Hotflush Recordings zwei Remix-EPs.
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Walter W. Wacht

In den letzten Jahren zeichnete sich diese Entwicklung bereits deutlich ab, 2009 wurde sie besonders greifbar: Noch stärker als je zuvor bewegten sich klassische Musik und Techno aufeinander zu, bedienten sich mit einem Club-Hintergrund aufgewachsene Musiker der Orchestermusik. Das sichtbarste Zeichen dafür war wohl Carl Craigs und Moritz von Oswalds Beitrag zur »ReComposed«-Reihe der Deutsche Grammophon mit Maurice Ravels »Boléro«. Daneben arbeitete Carl Craig mit dem Luxemburgischen Pianisten Francesco Tristano-Schlimé, spielte gemeinsam mit diesem sowie dem Les-Siecles-Ensemble ein aufwendig gestaltetes Techno-meets-Orchester-Konzert in Paris. An beiden Fronten gibt es nun neue Projekte: Matthew Herbert bearbeitet Gustav Mahler für die Deutsche Grammophon, Francesco Tristano und Aufgang spielen am 24. März präsentiert von Spex im Elektroakustischen Salon des Berghains.
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Walter W. Wacht

Die Meldung, dass
Chilly Gonzales’
Weltrekord von 27 Stunden für das längste Solo-Klavier-Spiel schon wenige Monate später in der Berliner Bar 25 von
Laura Weider mit 40 Stunden gebrochen und nun vor wenigen Wochen von
Romuald Koperski auf absurde 103 Stunden verbessert wurde, ist das eine. Das andere ist, dass Gonzales den prinzipiell recht nahe liegenden Weltrekord dazu nutzte, um erfolgreich auf eine seiner zahlreichen Qualitäten aufmerksam zu machen: Unerwartete Karrietwists beispielsweise, wie seine musikalische Neuausrichtung vom Indierocker zum elektrisch verstärkten Rapper
zum Solo-Pianisten zum Popmusiker. Und nun zum Begleitmusiker für
Peaches’ Bearbeitung des Musicals »Jesus Christ Superstar«.
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Walter W. Wacht
Gute Neuigkeiten, alle zusammen: Die beste Selbstreferenzialität-betonende Popsängerin der letzten Jahre Robyn ist erstens ein Fembot und zweitens eine Dancehall-Queen, jedenfalls wenn man nach ihren ebenso betitelten neuen Stücken geht. »Fembot« ist dabei ein Ausblick auf die drei (oder zwei, gesichert ist diese Zahl noch nicht) Robyn-Alben, welche die Schwedin in diesem Jahr aus Kreativitätsüberschuss- und Veröffentlichungsrhythmusgründen auf ihrem Label Konichiwa Records zu veröffentlichen gedenkt. Neben dafür angekündigten Kollaboration mit Röyksopp und Snoop Dogg hat vor kurzem auch ihr gemeinsamer Track »Dance Hall Queen« mit dem Produzenten Diplo den Weg ins Netz gefunden, ein auf postpostmodern getrimmtes Take auf Ace of Base bzw. Midi, Maxi & Efti, wie Robyn im Interview mit Pitchfork Media sagte. Daneben lohnt sich ein Blick auf die schwedische Reportage »Dom kollar oss Artister«, die mit englischen Untertiteln einen Einblick in den Alltag Robyns gibt – mehr dazu im Aufgemischt!-Blog.
Derweil baut Robyn ihre Netzaktivitäten enorm aus:
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Walter W. Wacht

Das neue Musikvideo zu »Saturday Come Slow« von Massive Attack verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie das zu »Paradise Circus«: mehr Reportage als Musikclip, mehr Erzählung als Musik. Der Unterschied: Das von den bildenden Künstlern Adam Broomberg und Oliver Chanarin gedrehte Video ist zusätzlich ein hochgradig politisches Werk, das sich speziell mit sonischer Kriegsführung beziehungsweise Folter beschäftigt. Neben diesem neuen Video zeigen wir gemeinsam mit tape.tv fünfzehn weitere Musikvideos aus der Karriere Massive Attacks.