Werle & Stankowski

Einen weiteren Beitrag aus der beliebten Reihe »Musikvideos, die die Stadt Köln zum Thema haben« hat der Kölner Grafik- und Motion-Designer Johannes Guerreiro soeben abgeliefert. Zur bisher unveröffentlichten Instrumental-Version von Hans Nieswandts Remix von Werle & Stankowskis letztjährig auf Haute Areal erschienener Huldigung an Köln (»Cologne«) montierte Guerreiro während einer Kleinwagen-Kamerafahrt durch Köln aufgenommene Stop-Motion-Aufnahmen, was wie die Vorwegnahme des Kartendienstes Google Street View wirkt.

    Zu den muskolös pumpenden Beats des Nieswandt-Remixes zucken die Bilder im Takt: Von der U-Bahn-Baugrube am Chlodwig- Richtung Barbarossaplatz, die Kölner-Ring-Strecke durch das belgische Viertel entlang, schließlich ab auf die Aachener Straße und Stadtauswärts Richtung Braunsfeld, vorbei am Universitätsviertel, Melatenfriedhof, später über den Gürtel zur Rückkehr nach Ehrenfeld. Letzte Ausfahrt: Autobahn.

    Das kann man im Ganzen als ereignislos und als Nicht-Kölner als austauschbare Großstadtromantik bezeichnen, andererseits gelingt Guerreiro mit dem inhaltlich extrem reduzierten, inoffiziellen Musik-Clip der Kniff, allen aktuell bzw. früher einmal in Köln lebenden Menschen in rund drei Minuten den Kopf mit hunderten Erinnerungen an die jeweiligen ›Drehorte‹ zu füllen.

 


VIDEO: Werle & Stankowski – Cologne (Hans Nieswandts Monkey Station Remix)

Zum besseren Verständnis: Die Fahrtroute durch Köln auf Google Maps:

Cologne (Hans Nieswandt’s Monky Station Remix)-Video auf einer größeren Karte anzeigen