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Walter W. Wacht
Ein neuer Beitrag aus der beliebten Rubrik »Was macht eigentlich die Gruppe Ja, Panik?«. Antwort: Neuerdings ein eigenes Label betreiben, darauf regelmäßig Sonderveröffentlichungen wie Split-Singles und Kassetten herausbringen, für’s Cover blankziehen, Hans Unstern covern und mit diesem ab heute gemeinsam auf Deutschland-, Österreich- und Schweiz-Tournee gehen.
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Walter W. Wacht

Zwei zunächst unzusammenhängende Projekte, die sich aber über frühere Kollaborationen und vor allem perfektes Timing in einem Beitrag zusammenfassen lassen: Sowohl Mathangi Arulpragasam alias M.I.A. und der britisch-afrikanische Rapper Afrikan Boy haben soeben neue Musikvideos bzw. Songs veröffentlicht, jeweils traten sie in der Vergangenheit als Feature-Gäste bei Tracks des jeweils anderen auf.
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Walter W. Wacht
Etwas altklug beginnt der neue Song »Mamma’s Place« von Róisín Murphy, aber dafür grundehrlich: »So you think you know it all / that’s just the arrogance of youth / I’ve been there and I’ve done it, Baby / I’m telling you the truth«, singt die seit einem Monat frischgebackene Mutter des Mädchens Clodagh Henwood, den Song an sich könne man durchaus als Brief an das damals noch ungeborene Kind verstehen, so Murphy im Interview: »That was the first song I wrote when I knew I was pregnant. The song is really just me saying don’t think you can get one over on me, I’ve been there, I’ve done that: I’ve been as naughty as you can be.«
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Die Redaktion
Neues Jahr(zehnt), neuer Schwung: Olof Dreijer im Interview zum neuen Album von The Knife – – – Erinnerungen an den Palast der Republik und seine Glasscheiben – – – Noch überzeichneter als in Wirklichkeit: Lady GaGa als Comic – – – Nerds des völlig neuen Typs: Das Blog von Hot Chip Alexis Taylor – – – Lieblingskonzerte im Rückblick: Das Jahr 2009 according to Morrissey – – – Ein kurzes Mixtape von Lukas Wooler: Das Jahr 2009 according to Maxïmo Park – – – Ein sehr langes Mixtape von Stephen O’Malley: Das Jahr 2009 according to Sunn O)))
Die Shortcuts: Ein alter Song von Air France als MP3, ein Mixtape von Ikonika sowie die neuen Alben von Vampire Weekend und Owen Pallett im Stream – – – Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht

Zwei Themen beherrschten die Medien in den vergangenen Tagen intensiv: Die dramatische Berichterstattung zu dem noch dramatischeren Tiefdruckgebiet »Daisy«, sowie die Meldungen zu zahlreichen erfrorenen Obdachlosen in Deutschland. Beide Ereignisse gipfelten gestern in einem hochgradig fies-menschelnden Beitrag des RTL-Magazins »Extra«, in welchem drei Jugendliche Obdachlose in Köln mit der Kamera begleitet wurden. Tenor des Beitrags: Sie haben’s nicht leicht in ihrem selbstgewählten gesellschaftlichen Exil im Brückentunnel, sie möchten sich dabei aber auch nicht helfen lassen – wir haben es versucht. Konkret hilfreicher und gleichzeitig zwiespältiger ist die Aktion, die – um nun den Bogen zu spannen – die Gruppe Jeans Team vor einigen Tagen initiiert hat: Eintausend Bomberjacken wollen gespendet, eingesammelt und kostenlos an Obdachlose verteilt werden – inklusive Band-Branding auf den Winterjacken.
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Walter W. Wacht

Im US-Fernsehen ist es Gang und Gäbe, in Deutschland leider nur ein Randphänomen: Bands, die mit einem kurzen Auftritt im TV schlagartig ein großes Publikum erreichen. Wo hierzulande in den wenigen Late-Night-Shows meistens die großen Namen und Pop-Musiker mit einem Stück Live (on tape) auftreten, haben sich besonders die US-Talk-Sendungen beziehungsweise deren Redaktionen längst auf neue, aufstrebende Bands eingeschossen: Ob Grizzly Bear oder Vampire Weekend, ob Japandroids oder Julian Casablancas – immer wieder kann man aufregende Bands mit oftmals Neuinterpretationen ihrer Songs im bundesweiten Fernsehen erleben. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis das populäre Motiv des Auftritts im Talkshow-Formats mal wieder in neuem Kontext gezeigt wird – so wie es die
Shout Out Louds in ihrem brandneuen Musikvideo der neuen Single »Fall Hard« tun.
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Walter W. Wacht

Ihr Musikvideo zu »Blonde Fire« war durchaus bemerkenswert. Bemerkenswert schockierend, vor allem für diejenigen, die zart besaitet, gerade mit der Essensaufnahme beschäftigt oder beides waren. Für die neue Single »Future Words« von The Hickey Underworld zeichnete nun erneut der Werbefilmer Joe Vanhoutteghem als Regisseur verantwortlich, nur wählte er diesmal den entgegengesetzten Weg: Entschleunigt, Detailverliebt, subtil und ironisch.
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Walter W. Wacht
Die Wirkung der Droge Phencyclidin, im allgemeinen Sprachgebrauch auch »Angel Dust« genannt, darf man wohl als bedrückend bezeichnen: Positive Stimmungen werden stark überzeichnet, Angstgefühle werden bis zur Panik enorm verstärkt und übernehmen schnell die Überhand, die Droge weckt – geraucht oder geschnupft – kalte, uneuphorische und unkontrollierte Zustände. Wenn der Detroit-Techno-Produzent Carl Craig seinem Hot-Chip-Remix nun also den Arbeitstitel »PCP«-Remix verpasst, kann man alleine daran schon die Fahrtrichtung des Tracks erahnen: Es folgt ein eiskalter, emotionsloser und düsterer 10-Minuten-Ritt. Daneben wurde das Artwork von »One Life Stand« überarbeitet, neben dem Hot-Chip-Album werden nun auch die »Greco Roman«-Singles samt Bearbeitungen als 5-CD-Compilation veröffentlicht.
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Walter W. Wacht
Noch nicht wirklich Pop, aber auch nicht mehr richtig Indie: Die Musik der kanadischen Islands war schon immer etwas unrund, warum sollte es sich nun mit ihrer neuen Single »No You Don’t« aus dem dritten Islands-Album »Vapours« anders verhalten? Disco-Beats, eine verstimmte E-Gitarre und dudelnd-hüpfende Synthesizer-Akzente wurden in dem vor Drogen-Experimenten mahnenden Stück platziert. Das von Regisseur Derrick Beckles für gefühlte 1.000 Dollar realisierte Musikvideo illustriert die Grenzerfahrungen auf Pille, von denen Sänger Nick Diamonds im Stück berichtet.
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Walter W. Wacht
Knapp ein Jahr ist zwischen unserer Meldung von The Knifes Auftrag zur Vertonung der Charles-Darwin-Oper»Tomorrow, in a Year. A Darwin-Opera« der dänischen Gruppe Hotel Pro Forma und der Weltpremiere des Stücks im September 2009 im königlichen Theater Kopenhagen verstrichen. Wie Karin Dreijer Andersson diese Zeit kreativ zu nutzen wusste, ist hinlänglich bekannt. Ihr Bruder und musikalischer Partner Olof Dreijer forschte währenddessen im Amazonas-Gebiet an Klängen für das Stück über den Evolutionstheoretiker Charles Darwin (und schraubte zwischenzeitlich – sofern es die Zeit zuließ – unter seinem Pseudonym Oni Ayhun immer wieder an Lustig-Techno-Stücken). Anfang März erscheint nun das langerwartete The-Knife-Studio-Album, dazu wurde ein erstes Stück als Stream und MP3 bereitgestellt.
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Die Redaktion

Tragisch, aber wahr: Nach mehreren Hinweisen auf den zügig voranschreitenden Vorverkauf für die zweite Ausgabe von Spex Live mussten wir gesten »ausverkauft« melden. Der Konzertteil der Hamburger Ausgabe von Spex Live mit Tocotronic und Owen Pallett (a.k.a. Final Fantasy) ist dicht, eine Abendkasse wird es für die Auftritte beider Bands leider nicht geben. Aber keine Panik: Für die anschließende Party ab Mitternacht freut sich die Redaktion noch über Gäste, neben den bereits bestätigten DJs Will Bankhead, DJ Sprinkles (a.k.a. Terre Thaemlitz) und dem Live-Set von Pantha Du Prince konnten wir nun auch das ausgezeichnete Duo Optimo (Espacio) für den Spex Live-Abend gewinnen.
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Walter W. Wacht

»Es wird eine Gegenreaktion zu YouTube geben«, konstatierte Sasha Nixon von der britischen Produktionsfirma Partizan im vergangenen Jahr. Die Hochzeiten der Musikvideos sind vorbei, zumindest die der fetten Budgets. Mittlerweile kämpft eine Vielzahl von professionellen Regisseuren, Produktionsteams und andererseits Amateuren um die bei den Plattenfirmen immer schmaler werdenden Budgets für Videoclips, die sich trotz den wachsenden Erfolgen von iTunes und anderen Plattformen immer noch nicht wirtschaftlich rechnen.
Die für ihre Werbe-, Spielfilm- und Musikvideoarbeiten äußerst renommierte Londoner Agentur Partizan reagierte auf diese Entwicklung – und arbeitete mit ihrem Regisseur Saam Farahmand an dem neuen Format des nicht-digitalisierbaren Musikvideos. Das erste Ausstellungsstück dieser Art wird nun ab Donnerstag in London gezeigt, es handelt sich um die Visualisierung von »xx«, dem durchaus überraschenden Album der fabelhaften britischen Neogazer The XX.