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Walter W. Wacht
Hercules And Love Affair war nie eine richtige Band, vielmehr ein von einem äußerst smarten Produzenten um sich geschartes Ensemble an begabten Sängern und Künstlern, die den Produktionen Andrew Butlers Tiefe und Inhalt zuschossen. Und auch wenn diees Team Live noch so tight auftrat, die beiden Shows, die Hercules And Love Affair in den nächsten Tagen geben werden, stehen schon unter dem Zeichen des Projekts im Wandel: Die Sängerin Nomi Ruiz tobt sich derzeit mit den ebenfalls von Hercules And Love Affair bekannten Musikern Andrew Raposo und Morgan Wiley als Jessica 6 aus, diese beiden spielen außerdem noch in ihrem eigenen Nebenprojekt namens Midnight Magic – nur die burschikos wirkende Sängerin Kim Ann Foxman wird als bekanntes Gesicht die anstehenden Live-Shows in Frankfurt und Berlin begleiten, außerdem sind die Berlinerin Aerea Negrot und der aus Chicago stammende Sänger Shawn Wright Teil des neuen Ensembles. Hinter den Kulissen arbeitet Andrew Butler bereits am Nachfolger des besten Albums von 2007, erscheinen wird die Platte zu einem nicht näher benannten Zeitpunkt im nächsten Jahr.
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Walter W. Wacht
Vorab: Die zweite Ausgabe von Spex Live ist nahezu ausverkauft – Stand heute sind noch rund 100 Tickets im Vorverkauf, Karten sind hier für 28,30 € erhältlich. Nun aber zum eigentlichen Thema: Über Hendrik Webers neues Pantha-du-Prince-Album »Black Noise« informierten wir bereits, nun folgt ein weiterer Höreindruck in Form des kostenlosen Downloads seiner neuen Single »The Splendour«.
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Walter W. Wacht

Nach mehreren Kollaborationen mit Prins Thomas sowie seinem epischen Solo-Album »Where You Go I Go Too« arbeitete der norwegische Space-Disco-Produzent Hans-Peter Lindstrøm zuletzt wieder an einer gemeinsamen Platte mit der Sängerin Christabelle (auch bekannt als Solale). Das betreffende, »Real Life Is No Cool« betitelte Album wird im Februar kommenden Jahres via Smalltown Supersound erscheinen, schon im Frühjahr wurde die Single »Baby Can’t Stop« ausgekoppelt. Dieselbe Single wurde von den belgischen Aeroplane durch den Remixer gezogen.
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Walter W. Wacht

Schon vor einer ganzen Weile wiesen wir an anderer Stelle zunächst auf einen neuen, kostenlosen Track von Holy Ghost!, später von Chromeo hin: Beide teilten sich ihr Engagement für Green Label Sound, den Musik-Ableger eines amerikanischen Brauseherstellers. Nun gibt es – wie im Fall von Holy Ghost! – auch ein Musikvideo zum betreffenden Gratis-Download, realisiert von Jérémie Rozan, Teil des Regie-Duos Rozan & Schmeltz und Mitbetreiber des Film- und Modebüros Surface2Air, das bisher für Clips von u.a. Justice vs. Simian, The Streets, Black Kids und vielen anderen verantwortlich zeichnete.
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Max Dax
Sie ist ganz klein und zierlich, und man sieht ihr von Angesicht zu Angesicht die 76 Jahre nicht an: Yoko Ono, Konzeptkünstlerin von Weltrang und umstrittene Musikerin, veröffentlicht zum ersten Mal seit 1973 mit »Between My Head and the Sky« ein neues Album ihrer Plastic Ono Band. Diese ist in neuer Besetzung wiederauferstanden. Gemeinsam mit ihrem Sohn Sean Lennon versammelte sie eine Schar toller internationaler Musiker um sich – unter ihnen Cornelius und Erik Friedlander. Ihr eklektischer Pop klingt ebenso gegenwärtig wie relevant. Yoko Onos Timing ist perfekt: Die unermüdliche Kämpferin für den Weltfrieden nahm erst kürzlich auf der Biennale in Venedig neben John Baldessari den Preis für ihr Lebenswerk entgegen.
Erschienen in SPEX #323 11-12.2009 | 07.12.2009 08:15
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Martin Hossbach
Der dritte Tag des Unerhört! Musikfilmfestivals in Hamburg steht unter anderem im Zeichen des Fans: In ihrem Film »The Posters Came From The Wall« beschäftigen sich der Künstler und Turner-Preisträger Jeremy Deller sowie die Filmemacherin Nicky Abrahams mit einem elementaren Teil der Popmusik, den Fans einer Band. Für »The Posters …« reisten Abrahams und Deller um die halbe Welt, interviewten Anhänger von Depeche Mode und befragten sie nach den Motiven ihrer leidenschaftlichen Verehrung für die nach Dellers Aussage in England immer noch nicht ernst genommen werdende Band.
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Walter W. Wacht
In den vergangenen Monaten wurde dieses Magazin nicht müde, auf die unvergleichlichen The Very Best hinzuweisen: Das Trio, bestehend aus dem malawischen Sänger Esau Mwamwaya und dem britischen Produzenten-Team Radioclit, verknüpfte zuerst auf ihrem kostenlosen MP3-Mixtape und später auf dem »Warm Heart of Africa« betitelten Album traditionelle Westafrikanische Texte und Gesang mit westlichen Club-Rhythmen, mischten immer wieder Beats angesagter Indie-Acts wie Architecture in Helsinki, Vampire Weekend oder The Ruby Suns unter Mwamwayas warme Stimme, engagierten ›on top‹ die befreundeten Künstler Ezra Koenig, Santigold und M.I.A. für Gesangs-Beiträge zu einzelnen Songs und machten selbst vor Melodien von Hans Zimmer und Michael Jackson nicht Halt. Nun aber genug der Referenzen-Reiterei: Ab Sonntag sind The Very Best auf Deutschland-Tournee, außerdem haben sie die Single »Julia« von dem britischen Grime-MC Kano bearbeiten lassen.
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Martin Eiberle

Nach Konzerten im Hamburger Fleetstreet und dem Kölnischen Kunstverein gibt der Hamburger Künstler und Musiker Christian Naujoks nun sein vorerst letztes Konzert des laufenden Jahres – präsentiert von Spex. Auftreten wird Naujoks in dem besten subkulturellen Spielort Berlin-Kreuzbergs, dem Kunstprojekt West Germany. Dort spielt Naujoks ab ca. 22 Uhr Stücke aus seinem auf Dial Records erschienenen Album» Untitled« sowie der kürzlich veröffentlichten »East End Boys«-EP, begleitet wird der Abend von DJ-Sets der Spex-Redakteure Jan Kedves und Walter W. Wacht.
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Martin Hossbach
Das Unerhört! Musikfilmfestival in Hamburg wurde gestern offiziell eröffnet, am morgigen Samstag sieht man dort »Hans im Glück«, Claudia Lehmanns Dokumentation mit und über den Berliner Musiker Hans Narva. Dazu wird es im Rahmen der Filmvorführung ein Konzert Narvas mit seiner Band Hands Up Excitement geben. Martin Hossbach sprach mit der Regisseurin über ihre Motivation zu »Hans im Glück«, Narvas Rolle als Musiker der DDR-Band Herbst in Peking und seiner Reaktion auf die Dokumentation.
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Walter W. Wacht

Als Auswärtiger auf Berlin zu schauen, bedeutet oft genug: Verwunderung, was der neue Wirbel um Techno soll. Seit rund vier Jahren erfährt die Techno-Kultur der Hauptstadt wachsendes mediales wie Besucher-Interesse – seien es Clubs wie Berghain, Watergate und Bar25, Plastik-Hymnen wie »3 Tage wach« bei »The Dome«, oder äußerst erfolgreiche Bücher wie »Lost And Sound« von Tobias Rapp, das nun auch in englischer Übersetzung veröffentlicht wird. Daneben wurde ein Film wie »Berlin Calling« zum internationalen Kassenschlager und katapultierte seinen Hauptdarsteller Paul Kalkbrenner in vormals ungeahnte Erfolgsdimensionen. Sogar über Ricardo Villalobos, den Pop-Star unter den Techno-Produzenten, wurde nun ein Film gemacht – der Berliner Regisseur Romuald Karmakar hat dem gebürtigen Chilenen Villalobos ein filmisches Denkmal gesetzt. Auch die neue Dokumentation »After Hours« portraitiert Techno in Berlin, die spannende Webserie ist nun auf
dem Webserien-Portal 3min.de und Spex.de zu sehen.
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Martin Hossbach
Das Unerhört! Musikfilmfestival startet aus Redaktionssicht in die heiße Phase: Am Freitag präsentiert der Produzent und Spex-Musikvideoblogger Moritz Schmall im Kino 3001 Hamburg die elf besten Musikvideos des Jahres 2009. Martin Hossbach befragte Schmall im Vorfeld zur Relevanz des Musikclips und seinem Interesse für jenes Medium.
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Walter W. Wacht

Auf die nächsten 20 Jahre: Das 1989 von Steve Beckett und Rob Mitchell in Sheffield gegründete Label Warp Records feierte in diesem Jahr ausführlich das runde Jubiläum, mit einem Internet-Poll zu den legendärsten Releases, einem längst vergriffenen Vinyl-Box-Set samt diverser Compilations, Poster-Editionen und der »Warp 20«-Eventreihe. Neben den bereits erfolgreich begangenen Festen in Paris, New York, Sheffield, Tokyo und dem für kommenden Samstag anstehenden London-Festival wird besonders in Berlin gefeiert: An gleich zwei Abenden bespielen Warp Records die Floors des Berghains. Zunächst spielen am morgigen Freitag spielen Battles, Gravenhurst, Nice Nice, Thomas Fehlmann und Warp-DJs.