Text:
Jan Kedves
Nicht nur Rammstein, auch Bands wie The Flaming Lips oder Girls erkoren ›ihn‹ zum Hauptakteur ihrer Videos. Lady GaGa behauptete, einen zu haben, und Ja, Panik wollten ihn zerstören: 2009 war das Jahr des Penis im Pop. Während Michael Jackson sich auf der Leinwand ein letztes Mal an den Schritt fasste, probte man woanders den entspannten Umgang mit ironisierter Männlichkeit und rockistischer Schwanzmythologie.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 31.12.2009 09:00
Text:
Vera Tollmann
Spätestens seit 2008 scheint jedes Jahr ein China-Jahr zu sein – Tibet-Problematik hin oder her
Text:
Christoph Twickel
Christoph Twickel, Co-Autor des Manifests »Not In Our Name, Marke Hamburg!«, über das Jahr des Widerstands gegen die Hamburger Turbo-Gentrifizierung.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 29.12.2009 09:00
Text:
Aram Lintzel
Die Bundestagswahl und die Tage danach: 2009 wurde der vor fünf Jahren beobachtete kulturelle Wechsel zum neuen Konservatismus in Deutschland auf politischer Ebene nachvollzogen. Die Reaktionen hätten unterschiedlicher nicht sein können.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 28.12.2009 14:00
Text:
Kito Nedo
Auch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall fiel es manch einem schwer, eine gesamtdeutsche (Kunst-)Geschichte zu denken – Kuratoren eingeschlossen.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 27.12.2009 09:00
Text:
Walter W. Wacht

Vic Chesnutt ist tot. Der amerikanische Singer/Songwriter starb am 25. Dezember im Alter von 45 Jahren an den Folgen eines Selbstmordversuches. Seit seinem 19. Lebensjahr war Chesnutt nach einem Autounfall körperabwärts gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen, was den leidenschaftlichen Musiker nie daran hinderte, zahlreiche weltweite Tourneen zu spielen. 1990 veröffentlichte er sein erstes Album »Little«, dem im Laufe von Chesnutts Karriere noch dreizehn weitere Platten folgen sollten. Seine jüngsten Alben »At the Cut« und »Skitter on Take-Of« erschienen in diesem Jahr auf dem amerikanischen Label Constellation Records.
Am gestrigen Nachmittag starb Chesnutt im Kreise von Familie und Freunden in Athens, Georgia, seine äußerst authentischen, autobiografischen und eindringlichen Texte werden uns immer begleiten.
Text:
Robert Defcon

Das Jahr 2009 markierte das bereits achte Jahr des »Enduring Freedom« getauften Krieges der von den USA angeführten Westmächte gegen die Taliban in Afghanistan. Aber erst seit diesem Jahr wird der Krieg mit aktiver Beteiligung der deutschen Bundeswehr auch als solcher bezeichnet – auch wenn die Frage nach dem ›Warum‹, dem zu zahlenden Preis und nach den Verbündeten bis heute nicht beantwortet wird.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 26.12.2009 09:00
Text:
Marie Brunn
2009 grub der urbane Wohlstandsmensch die Erde um, auf der Suche nach Natur, Nahrung und Nähe.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 25.12.2009 18:00
Text:
Thomas Hübener
Gefragt, welche Grabinschrift er sich dereinst wünsche, wenn es zu Ende ist, antwortete der Horrorregisseur John Carpenter einmal: »I’ll be right back.« Manche müssen nicht wiederkehren, um auch nach ihrem Tod noch präsent zu sein. Hier sind fünf von ihnen.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 24.12.2009 09:00
Text:
Ralf Krämer
Die Schicksale zweier Leistungssportler zwangen die breite Öffentlichkeit 2009 in überfällige Diskurse. Ralf Krämer über die Athleten Usain Bolt, Caster Semenya und Robert Enke.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 23.12.2009 09:00
Text:
Klaus Walter
2009 kam mit Auto-Tune ein kosmetischer Vokaleffekt im Mainstream an und rührte alte Ressentiments neu auf. In seiner Radiosendung »Was ist Musik« beschäftigt sich Klaus Walter am Dienstag, 13 bis 16 Uhr mit dem Phänomen Auto-Tune und spielt entsprechende Stücke von Burial bis Zapp.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 22.12.2009 09:00
Text:
Wolfgang Müller

Die Grünen tapezieren rassistische Wahlplakate, ein Schwuler aus der FDP wird Außenminister, im Saarland bildet sich eine Jamaika Koalition: 2009 war das Jahr des ›Neo-Individualliberalismus‹. Der neue Begriff beschreibt eine unsichtbare und gefährliche Bewegung, die von der Annahme ausgeht, alle Emanzipationsutopien seien verwirklicht und kollektive Interessen hätten sich deswegen erledigt.
Erschienen in SPEX #324 01-02.2010 | 21.12.2009 10:00