Hier ist ein Warum


Foto: © Eva Beth & Thorsten Oelscher / Spex

Wie Spex-Chefredakteur Max Dax in seinem Blog »Dissonanz« schon am 31. Oktober unter der Überschrift »Tag einhundertvierunddreißig« meldete, ereignete sich am 25. Oktober ein antisemitischer Überfall einer linken Gruppierung auf Kinobesucher des b-movie-Kinos in Hamburg St. Pauli. Auf dem Programm stand die Aufführung von Claude Lanzmanns Film »Pourquoi Israël«.

    Vor drei Tagen, am Montag, den 16. November, besuchten Spex-Autor Sebastian Hammelehle und Max Dax den 83-jährigen Regisseur in dessen Wohnung in Paris und führten ein Interview mit ihm, aus dem Sebastian Hammelehle in seinem heute auf Spiegel Online veröffentlichten Bericht über die Vorfälle vom 25. Oktober zitiert. Spex begleitete zuletzt die DVD-Veröffentlichungen von »Pourquoi Israël«, »Shoah« und »Tsahal« mit großen Interviews und Artikeln.

    Der Vorfall von Hamburg ist skandalös und beispiellos – noch nie wurde die Aufführung eines Films von Claude Lanzmann unter Gewaltanwendung verhindert. Spex.de wird weiter über die Entwicklungen berichten, ein neues Screening von »Pourquoi Israël« ist an gleichem Ort für den 13. Dezember angesetzt. Untenstehend findet sich das von Jan Kedves und Max Dax mit Claude Lanzmann für die März/April-Ausgabe 2008 geführte Interview zu »Shoah«.

5 KOMMENTARE

  1. Dass ihr den antisemitischen Überfall in Hamburg noch nicht einmal subtil für Eigenwerbung und Selbstbeweihräucherung für euer „visionäres“ und „relevantes“ Magazin nutzt, ist zum Kotzen. Das geht wirklich zu weit.

  2. Daß die Spex überhaupt auf diesen – von vielen anderen Medien gar nicht oder viel zu spät, in jedem Fall viel zu abseitig beobachteten – unerträglichen Vorfall hinweist, ist ihr hoch anzurechnen. Daß die Spex in diesem Zusammenhang darauf hinweist, früh, ausführlich (und alleine) Lanzmann und sein Werk neu gewürdigt zu haben, ist nichts als legitim, geradezu eine journalistische Pflicht. — Beim „Kotzen“ sollte man sich also voll auf die linken Nazis konzentrieren.

    Ich hoffe auf weitere ausführliche Berichterstattung und Kommentierung nicht nur auf spex.de, sondern insbesondere in der nächsten gedruckten Ausgabe.

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