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Walter W. Wacht
Keine Lo-Fi-Ästhetik mehr wie bei »Take On You«, nun gibt es bei Peaches ironisch vorgetragene Klischee-Bilder zu Glamour, Hetereo-Sex-Appeal und Fashion: Für ihr neues Video zum von Drums of Death und Simian Mobile Disco Song produzierten Song »I Feel Cream« ließ sich Peaches von Partizan-Regisseurin Kinga Burza mit fetten Schulterpolstern, durchsichtigem Mantel und in hüfthohen Schürstiefeln ablichten, Cory Enemy liefert den dazu passenden Großraumdisco-Remix.
Im Anschluss an ihre Ende Oktober beginnende ausführliche USA-Tournee wird Peaches außerdem zwei von Spex präsentierte Deutschland-Shows spielen, Mitte Dezember besucht sie die größeren Konzerthäuser in Köln und Berlin.
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Die Redaktion
Die Editors mashen ihr Album mit Google Street View – – – Colatron masht Burial mit Michael Jackson mit Lady Di – – – Damon Albarn liest ein Kinderbuch – – – Nick Cave rettet das Hörbuch – – – Als MP3: Neuer Song von Annie – – – Neues Stück von CANT – – – Im Stream: Erik Hassle covert ABBA – – – LCD Soundsystem covern Alan Vega – – – Zwei neue Stücke von Spain – – – Vier neue Stücke von Christian Naujoks – – – Elf neue Stücke von Atlas Sound – – – Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht
Anfang des Monats teilte der amerkianische Musiker und Philosophie-Dozent der staatlichen University of Hawaiʻi at Mānoa John Maus über seine Online-Präsenzen mit, dass er in Kürze die New Yorker Band Chairlift als Keyboarder auf deren Europa-Tournee begleiten würde und für die fraglichen Termine auf der Suche nach Einzel-Shows sei. Wenige Tage später standen bereits die ersten Konzerte, nun wurden auch die beiden anderen Shows in Leipzig und Hamburg bestätigt.
Maus, 29 Jahre alt, arbeitet bereits seit seinem elften Lebensjahr in Sachen Musik. Seit Ende der Neunziger war er in Ariel Pinks Underground-Avantgarde-Projekt Haunted Graffiti und als Tour-Keyboarder für Panda Bear tätig, um 2006 auf dem Label Upset! The Rhythm sein erstes Solo-Album »Songs« und ein Jahr später das furiose »Love is Real« zu veröffentlichen – ein von flott klimpernden Synthesizer-Sounds, flächig ausgewalzten Ambiencen und hämmerndem Drumcomputing geprägtes Album, über dem in allen Stücken Maus’ repititiver und ultra-baritoner, an Ian Curtis erinnernder Gesang stand.
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Walter W. Wacht

Im vergangenen Jahr testeten Mudhoney nach jahrelanger Auszeit ihren heutigen Marktwert und legten auf ihrem alten und aktuellen Label Sub Pop Records ihr aktuellles, achtes Album »The Lucky Ones« sowie die Wiederveröffentlichung von »Superfuzz Bigmuff« auf. Jene Debüt-Platte von Mudhoney wurde zwar etwas klanglich etwas optimiert, fühlte sich dabei aber so rau und kantig wie je zuvor an. Abgesehen davon, dass man darauf auch neun Stücke einer Berlin-Show von Mudhoney hörte, aufgezeichnet vor nunmehr einundzwanzig Jahren.
Am morgigen Donnerstag spielen Mudhoney also erstmals seit Ewigkeiten wieder in Berlin – seit vierzehn Jahren, um ganz genau zu sein –, präsentiert von Spex und ohne Garantie auf zeitnahe Wiederholung dieser Show.
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Walter W. Wacht

Kürzlich erst machte das Musikvideo zu Röyksopps »This Must Be It« die Runde, der Song wurde von Regisseur Andreas Nilsson in ein modern-archaisches Setting übertragen: Kassengestell tragende Großstädter tanzten darin halb- oder völlig nackend durch die Büsche, ein Soundsystem wurde auf ein Quad montiert und walzte mit hoer Geschwindigkeit durch die Landschaft.
Am Gesang der Röyksopp-Single hört man Karin Dreijer-Andersson, die gerade mit ihrem Solo-Projekt Fever Ray die letzten Schritte geht, um sich künftig neben der Darwin-Oper wieder ihrem Projekt The Knife zu widmen. In dieser Reihe der geistig verwandten Haltungen steht auch das britische Produzenten-›Team‹ Rex The Dog, das nun zum wiederholten Mal für Röyksopp bzw. Fever Ray als Remixer aktiv wurde.
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Die Redaktion
Phoenix: »20 Songs, die unser Leben veränderten« – – – Peter Hook: »Morrissey ist ein Trottel« – – – Bob Nastanovich: Die Pavement-Reunion wird eine einmalige Sache – – – Matt Groening: Richtet All Tomorrow’s Parties aus – – – Neues Video: Major Lazer mit Zombies – – – Im Stream: Air France remixen Saint Etienne – – – Neuer Song von Phantogram – – – Das neue Album von Air – – – Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht
Wie ansteckend der Groove von Mulatu Astatke, des 66-jährigen Wegbereiters des äthiopischen Jazz, ist, lässt sich wunderbar an diesem Eigenexperiment abschätzen: Man greife zu der am Freitag erscheinenden Astatke-Werkschau-Compilation »New York - Addis - London – The Story of Ethio Jazz 1965-1975«, skippe bis zum sechsten Stück »Yègellé Tezeta« und beschalle damit seine nähere Umgebung – in den meisten Fällen dürfte sich der Effekt freudig mitnickender Köpfe einstellen, einigen Hörern wird der von der Hammond-Orgel und Trompete begleitete Rhythmus schwer bekannt vorkommen. Ein Effekt, der bei den beiden von Spex präsentierten Shows von Mulatu Astatke & The Heliocentrics im Publikum ebenso auftreten dürfte.
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Die Redaktion
Fremdschämen mit HGich.T – – – Ego polieren mit Gonzales – – – Kunst sabotieren mit Modeselektor – – – Außerdem im Stream: Der neue Song von Michael Jackson – – – Der Abschied der Goldenen Zitronen von Jörg Haider – – – Das neue Album von Redshape – – – Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht
Bei den wenigsten dürfte diese Meldung juchzende Glücksgefühle hervorrufen, aber nicht viel anders ist es ja auch bei Sunn O))) und ähnlich musikalisch gelagerten Themen: Doom-Drone-Bands wie Stephen O’Malleys und Greg Andersons Sunn O))) sind nicht wirklich populär, sie spielen Musik abseits der Nische, haben ein durchaus großes Publikum, werden aber oft genug wegen dem Metal anhaftender Klischees als nicht ganz so voll genommen – was merkwürdig ist, schließlich ist ihre Musik markerschütternd im positivsten Sinne.
So liegt die Sache auch bei Thor’s Hammer, dem mächtigen,1994 von Anderson und O’Malley initiierten Projekt, dem nachgesagt wird, insgesamt nur sechs Wochen lang aktiv gewesen zu sein. Im April nächsten Jahres kann man nun das erste Thorr’s-Hammer-Konzert auf dem europäischen Festland sehen, außerdem haben Sunn O))) drei weitere Shows in München, Schorndorf und Leipzig bestätigt.
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Martin Hossbach
Einen Tag, nachdem Bernard Sumner und sein Schulfreund Peter Hook 1976 ein Konzert der Sex Pistols in Manchester gesehen hatten, gründeten sie eine Band. Mit dem später dazugestoßenen Sänger Ian Curtis wurde man als Joy Division berühmt. Nach Curtis’ Freitod übernahm Sumner die Rolle des Sängers in der umbenannten Band New Order. Deren riesige Umsätze finanzierten ab 1982 den Betrieb der Konzerthalle The Haçienda, die später als Drogenmekka und Technoclub weltberühmt wurde. Heute, nach dem x-ten Zerwürfnis mit Bassist Hook, ruht New Order, und das erste Album von Sumners neuer Band Bad Lieutenant, »Never Cry Another Tear«, erscheint. Zum Interview bittet Sumner, 53, an einem regnerischen Nachmittag aufs Land im Süden Manchesters.
Erschienen in SPEX #322 09-10.2009 | 12.10.2009 13:55
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Die Redaktion
Stadt Hamburg spendiert Clubs Geld für die GEMA – – – Tim Renner gibt der Musikindustrie Tipps für die Musik-Flatrate – – – Gizmodo überbringt Indie-Labels schlechte Nachrichten in Sachen »iTunes LP« – – – No Age liefern veganen Sneaker ab – – – Außerdem: Silver Columns im Hot-Chip-Remix – – – Kreidler im Bodytonic-Podcast – – – Hyperdub-Sampler im Stream – – – Inoffizielles Burial-Musikvideo – – – Der Spextrakt.