Text:
Ulrich Gutmair
Wie ging eigentlich Pop noch mal? Die Schwedin Sally Shapiro erinnert uns: eine Melodie, ein Sound, ein Gitarrenriff, dazu eine Zeile, die dich trifft »wie ein Blitz« – wie es in ungezählten Lovesongs heißt. Schon sprechen die Botschaften aus dem Radio oder vom Plattenteller zu dir allein. Der Star und seine Drei-Minuten-Erzählung als Projektionsfläche: Das könnte ich sein. So zeigt es auch das Video zu Sally Shapiros Song »Jackie Jackie«: Ein Junge (oder ist es ein Mädchen?) im Kinderzimmer. An den Wänden hängen Poster, darunter ein Bild von Sally. Das Kind zieht eine Sally-Shapiro-LP aus dem Regal und singt und tanzt zu dem Song, schließlich auch gemeinsam mit Sally, die im TV-Bild erscheint: »Oh, Jackie Jackie / I still wait by the phone / Oh, Jackie Jackie / I don’t wanna be alone / So come along with me tonight«.
Erschienen in SPEX #322 09-10.2009 | 21.09.2009 09:17
Text:
Oskar Piegsa

Marc fährt nachts Taxi, Sascha tagsüber LKW, Maike trägt Dreads und Paul hat seine Diplomarbeit in Mathematik über stochastische Attraktoren geschrieben. Was die Mitglieder von HGich.T gemein haben: Wenn sie mit ihren bis zu zehn Mitstreitern auftreten, kleiden sie sich in Mülljacken oder zeigen sich gleich ganz nackt.
Erschienen in SPEX #322 09-10.2009 | 18.09.2009 11:58
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Die Redaktion
Noch mehr Spott für Kanye »YO SPEX, I’M HAPPY FOR YOU, I’MMA LET YOU FINISH, BUT EXPECTINGRAIN.COM HAS THE BEST NEWS TICKER OF ALL TIME!!« West – – – Noch einen Marshmallow mehr Versuchung für Kinder – – – Außerdem: Bat For Lashes am Klavier – – – Why? mit neuem Management – – – The Big Pink im Stream – – – Ausschnitte aus Bob Dylans Weihnachtsalbum – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht
Im roten Wagen Richtung Meer, den Sonnenuntergang stets im Nacken: das neue Musikvideo zur Single »Boat Behind« der Kings Of Convenience zeigt Eirik Glambek-Bøe und Erlend Øye auf Landstraßen und Autobahnen, vorbeirauschend an Ernte tragenden Feldern, Wäldern und Wegen. Unterwegs gabeln sie junge Anhalterinnen auf, packen Surfboards auf das Fahrzeugdach, spannen ein Motorboot an die Anhängerkupplung und navigieren trotz Kartenmaterials orientierungslos durch die Gegend.
Text:
Walter W. Wacht

Einmal mehr zeigte sich das Pariser Musik- und Modelabel Kitsuné wegweisend: Im Juni veröffentlichte das Kollektiv die siebte Ausgabe der »Kitsuné Maison«-Compilation, darauf hörte man neben La Roux, autoKratz, The Golden Filter, Phoenix und We Have Band auch einen Track der katalanisch-amerikanisch-britischen Band Crystal Fighters. Diese kombinieren knallende Synthesizer-Programmierungen mit der Rhythmik des Txalapartas, einem dem Xylophon nicht ganz unähnlichen baskischen Percussion-Instrument. Spätestens seitdem gelten die teils aus der autonomen Gemeinschaft bzw. Provinz Navarra und aus dem Londoner East End stammenden Fighters nicht wenigen als Kandidaten für die Newcomer des Jahres und aussichtsreichsten Kandidaten für das Hype-Thema 2010. Spex präsentiert ihr fünf Shows Anfang Oktober.
Text:
Die Redaktion
Pavement wagen die Reunion (vielleicht) – – – Antony Hegarty trauert um die Verfolgung irakischer Homosexueller – – – Jeremy Jay covert Buddy Holly – – – Yacht und Fontän remixen Wolfmother – – – Marc Mulcahys Benefiz-Compilation im Stream – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht
Gestern eröffnete die »Popkomm von unten«-Veranstaltung All2togethernow, ein Netzwerk-Treffen bzw. eine Nicht-Musikmesse, die in ihrem ersten Jahr das von der pirateriebedingt kurzfristig abgesagten Popkomm gerissene Loch im Hauptstädtischen Musikkulturprogramm zu stopfen versucht. Neben den klassischen Live- und Festival-Formen bietet die All2togethernow vor allem inhaltlich ein abwechslungsreiches Programm: die Berliner Musikplattform Soundcloud initiiert die deutschen »Music Hack Days«, auf der Konferenz werden klassische Messe-Themen wie Musikvertrieb und Rechtemanagement, aber auch neue Formen des Urheberrechts und des Kulturfernsehens diskutiert. Daneben engagiert sich auch das Haus der Kulturen der Welt, das am heutigen Abend eine Veranstaltung zur veränderten Musikökonomie im Digital-Zeitalter veranstaltet.
Text:
Martin Eiberle

Band gründen, Glauben an sich selbst haben, Demos einspielen, Ochsen-touren, EP in Eigenregie aufnehmen, sich ganz selbstverständlich im Netz positionieren, bloggen, »Staatsknete« beantragen, erste Erfolge ernten, und schlussendlich immer noch alles selber machen. An zaghaft wachsenden Karrieren wie jener der aus dem bayrischen Rosenheim stammenden Gruppe Kleinmeister erkennt man, dass das alte Franchise-Modell »klassische Indie-Band« dem Internet, den widrigen Marktbedingungen und der Fülle an verfügbarer Musik zum Trotz noch lange nicht ausgedient hat. In Kürze gehen sie wieder auf Tour.
Text:
Sebastian Hammelehle
Natürlich ist Lärm nicht gleich Lärm: Health aus Echo Park, Los Angeles, gelten als exzellente Live-Band und waren mit Nine Inch Nails auf Tour. Auf ihrem neuen Album »Get Color« verbinden sie analytisch fragmentierten Krach mit Engelsgesang und schenken Noise neue Relevanz.
Erschienen in SPEX #322 09-10.2009 | 16.09.2009 09:43
Text:
Die Redaktion
The
Kanye-Incident, Teil 1:
Kanye vs. Jay Leno – – – Teil 2:
YouTube Users vs. Viacom – – – Teil 3:
Obama vs. Kanye – – – Außerdem im Programm:
8-Bit-Schulvideo von
They Might Be Giants – – – Neuer
Panda-Bear-Song im
Stream – – – Die
Outtakes von
Jay-Z als MBlueprint3 – – – Die
LCD-Soundsystem-
Remixes als MP45:33 – – – Der Spextrakt.
Text:
Walter W. Wacht

Ob Dub-Musik, komplexe Geräuschstudien, Agit-Pop, Klassik-Variationen oder Detroit-Techno – der in Berlin lebende Musiker und Komponist Moritz von Oswald hat in seiner rund 25-jährigen Karriere konsequent und stets interessiert, vor allem aber neu und bahnbrechend an Musik geforscht. Im Sommer veröffentlichte er nun sein neuestes Album mit Sasu Ripatti (alias Vladislav Delay, Luomo) und Max Loderbauer (NSI, Sun Electric) als Moritz von Oswald Trio, in der nächsten Woche werden sie »Vertical Ascent« im Rahmen des Club Transmediale bzw. der von Spex präsentierten (und kuratierten) Reihe »Elektroakustischer Salon« aufführen. Außerdem in Planung: die Berlin-Aufführung der »Sinfonie der Großstadt«-Vertonung während der großen Groove-Geburtstagsparty.