Zoot Woman

Memory

Text: Walter W. Wacht

In der digitalen Gesellschaft wird das Analoge wiederentdeckt: In den Niederlanden werden stillgelegte Polaroid-Werke reanimiert, mit Programmen wie Poladroid lassen sich Digital-Bilder in Optik und Quasi-Haptik am Rechner auf Analog trimmen, und zahlreiche spezialisierte Blogs beschäftigen sich erfolgreich mit dem Medium und seinen Möglichkeiten.

    Unter der Regie der österreichischen Studenten Mirjam Baker und Michael Kren entstand nun das neue Musikvideo zu »Memory« von Zoot Woman. Darin wandert ein Unbekannter durch animierte Erinnerungen, die er wiederum im Polaroid- (bzw. Dia-)Format betrachtet. Das ›alte‹ Medium wird so geschickt neben der Digitaltechnik der restlichen Aufnahmen in den Vordergrund gerückt. Interessanter Nebeneffekt: Durch die Kolorierung der Polaroid-Motive im Clip wirken die Farben deutlich lebhafter, die Personen greifbarer und plastischer als die sie umgebenden Passanten – die völlig gegenteilige Bildästhetik also, für die Polaroids in der Regel stehen. Einen lesenswerten Hintergrund-Artikel zu den bisherigen Arbeiten bzw. zur Motivation Bakers und Krens findet sich in der Futurezone des ORF, die neue Single »Memory« ist soeben auf Snowhite Records erschienen.


VIDEO: Zoot Woman - Memory

Zoot Woman Live:
21.09. Köln - Gloria
23.09. Erlangen - E-Werk
24.09. CH-Zürich - Escher Wyss
26.09. A-Wien - WUK
27.09. München - Backstage Halle
29.09. Hamburg - Uebel & Gefaehrlich
30.09. Berlin - Maria

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2 Kommentare:
  1. Franzi Fnknstn
    Franzi Fnknstn:

    Tolles Video! Das Format, in dem die Erinnerungen reanimiert werden, ähnelt aber eher einem Dia, würde ich sagen. Der schwarze Rand, die quadratische Form...

     
  2. Walter W. Wacht
    Walter W. Wacht:

    Richtig, ich habe diese Information sicherheitshalber ergänzt, Danke für den Hinweis.

     
 
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