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Walter W. Wacht
Das Londoner Dubstep-Label Hyperdub feiert seinen fünften Geburtstag mit einer umfangreichen Compilation, die schon am 9. Oktober erscheinende Doppel-CD fährt dabei auch einen neuen Track des – man darf es mittlerweile so formulieren – Genre-Superstars Burial auf. »Fostercare« (zu Deutsch: »Waisen-Pflegeunterbringung«) klingt dabei deutlich langsamer als von Burial erwartet: Das Stück basiert auf einem stark verlangsamten Garage-Beat, setzt flächige Ambient-Elemente ein, darüber thront eine mit Auto-Tune verfremdete Gesangsstimme.
»Fostercare« ist ein genial schnaufender, düsterer Track, der so allerhöchstens zur Sperrstunde in den Clubs eingesetzt werden dürfte und sich wohl eher eignet, um den Soundtrack für nächtliche Fahrten durch verregnete Großstädte zu illustrieren. Es handelt sich also um einen typischen, sofort erkennbaren Burial.
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Die Redaktion
Arto Lindsays »Penny Parade« als Video – – – Dietmar Dath im Interview – – – Dokumentation zum Melt! Festival – – – Pivot covern Grizzly Bear – – – David Lynch mag Au Revoir Simone – – – ?uestlove mag The Dirty Projectors – – – Künstler verweigern das Playback – – – Lou Barlow mit Video-Kanal – – – Der Spextrakt.
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Walter W. Wacht

Victoria Bergsman hat für ihr neues, in Pakistan aufgenommenes Taken-By-Trees-Album das Stück »My Girls« von Animal Collective gecovert, das Geschlecht umgedreht und den zuvor stark elektronisch verspulten Song gehörig auf Akustik-Version getrimmt: Field Recordings, Handclaps, Bongos, Schläge auf der Marimba, die sanft gezupfte Akustik-Gitarre, zuweilen einige Luftschübe auf der Zieharmonika – über allem schwebt ihre ätherische Stimme, mit der sie den Verzicht auf Luxus und das Häusle baue mit dem Liebsten und dem Sohn beschwört. Das begleitende Musikvideo zeigt sie nun im Sonnendurchfluteten Wald, auf einem Drahtseil balancierend.
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Walter W. Wacht
Apropos Wu-Tang-Clan: Zwei vom gleichen Schlag sind der aus Berlin operierende Jazz-Pop-Crooner Mocky, der sich für seine neue Single den Wu-Tang-Rapper GZA gesichert hat. Jener beweist im Remix von »Birds of a Feather«, dass die Feder meist mächtiger als das Schwert ist: »They say the early bird gets the worm / ’cos it never has to fight for the crumbs and then take flight and turn«, hustlet GZA süßlich über Mockys pfiffiges Arrangement, das mit Gonzales und Joel Gibb eigentlich schon prominent genug besetzt war.
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Walter W. Wacht
Den Humor von Wu-Tang kann man wohl traditionell als ›eigen‹ bezeichnen: Das begann stets mit Kung-Fu-Samples in ihren Tracks und setzte sich beispielsweise im Video zu »Gravel Pit« fort. Auch Raekwon, Langzeitmitglied des Clans seit 1993, ist diese Art von Humor natürlich nicht fremd, was vermutlich erklärt, wie das bizarre Cover-Artwork seines neuen, musikalisch äußerst genialen Albums »Only Built 4 Cuban Linx Part II« zustande kam. Wobei: Es dürfte sich dabei um einen frühen Entwurf gehandelt haben, schließlich steht in den Plattenregalen mittlerweile eine ›seriösere‹ Verpackung. Ab Mittwoch stellt er die neue Platte im deutschsprachigen Raum vor.
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Die Redaktion
Abmahnungen gegen Musik-Blogs wegen Promotion von MP3s – – – Musik-Blog mit MP3-Promotion von Phoenix-/Banhart-Remix – – – Offener Brief an Lily Allen – – – Lady GaGa als Brünette – – – Im Stream: Snippets von Bob Dylan, Album von Lou Barlow – – – Und: Goldener Trash mit richtig miesen Büchern.
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Michael Lutz

Entschuldigt hat er sich für seinen Ausraster während des diesjährigen c/o pop-Festivals schon längst – ehrlich, aufrichtig und vor allem öffentlich. Weshalb es unserer Meinung nach wirklich keinen Grund gibt, die morgen beginnende und von Spex präsentierte Tour des britischen Folk- und Elektronikkünstlers Patrick Wolfnicht zu besuchen.
Und: Eine großartige Platte wie »The Bachelor« gibt es sicher nicht alle Tage. Seine einschmeichelnde Mischung aus introvertierten Gedanken, kanonisierter Musikgeschichte und hochmoderner Soundtechnologie verpackt Wolf nicht selten in simplen Mainstream-Formeln. Live kommt das mindestens ebenso catchy wie im stillen Kämmerlein.
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Walter W. Wacht
Die Blur-Live-Reunion, der Afrika-Express, ein Gastauftritt auf dem kommenden Massive-Attack-Album, die Vorbereitungen auf das neue Album der Gorillaz und nun vielleicht auch noch die Stelle als künstlerischer Leiter der olympischen Spiele 2012 in London: Damon Albarn muss sich derzeit wirklich keine Gedanken über sein Auskommen machen, höchstens um die ihm zur Verfügung stehende Freizeit.
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Die Redaktion
Hard-Fi & Ladyhawke remixen Bierflaschen – – – Joker remixt Hard-Fi – – – AGF/Delay, Shir Khan & Krazy Baldhead remixen Joseph Haydn – – – Shackleton remixt Harmonia & Eno – – – Hudson Mohawke remixt Tweet – – – Und Original: Andrew Weatherall im Stream – – – The Sartorialist, on the streets in London
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Walter W. Wacht
Berlin im September ist sehr schön, die Sonne scheint, die Menschen sind gut gelaunt und … – Ach was, genug der Befindlichkeiten: Geht man nach dem neuesten Teil der »Songs for Joy«-Veröffentlichungsreihe der drei Zampanos Jacques Palminger, Erobique und Chris Dietermann, so muss es lauten: »Berlin im November ist nicht schön / die Wolken hängen tief / grauer Himmel hüllt die Seele ein / Der Tag ist trüb und zäh / wie die Spree / die sich Aspahltgrau durch die Kanäle schleicht«. Im Oktober präsentieren sie die neue Platte im Maxim-Gorki-Theater Berlin, außerdem gastiert das Duo Tex & Erobique anlässlich Geburtstagsfeierlichkeiten im Festsaal Kreuberg, am morgigen Samstag in Zürich.
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Die Redaktion
Heute Nachmittag läuft die zweite Ausgabe des moderierten Spex-Mixtapes auf dem Hamburger Web-Radio ByteFM, darin hört man wie gewohnt Songs von aktuellen Platten und zukünftige Neuveröffentlichungen – nur neuerdings eben mit begleitendem redaktionellem Kommentar. Spex-Online-Redakteur Walter W. Wacht stellt den neuesten Teil der Strut-Records-Reihe »Inspiration/Information« vor, diesmal wurde die Platte eingespielt von Jimi Tenor und Tony Allen. außerdem im Spex-Mixtape: das neue Album »Dialogue« von Thavious Beck auf Ninja Tune, daneben hören wir Stücke von Air France, Holy Ghost!, Lawrence und vielen anderen.
Den Radio-Stream des Spex-Mixtapes hört man heute ab 17 Uhr auf www.byte.fm, oder über rechts nebenstehenden ByteFM-Player. Die Playlist der aktuellen Sendung findet sich im Anschluss an dieser Stelle.
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Walter W. Wacht

Ein weiterer Fall aus der beliebten Reihe »Ich war erster und andere verdienen nun an meiner Idee«: Nach den (mittlerweile gerichtlich abgewiesenen bzw. durch einen außergerichtlichen Vergleich geklärten) Plagiatsvorwürfen des Musikers Joe Satriani gegenüber Coldplay bzw. deren Song »Viva La Vida« meldete sich vor wenigen Tagen der britische Musiker Andy J. Gallagher zu Wort. Er sieht in dem animierten Musikvideo zu »Strawberry Swing« eine Kopie seines Clips zu »Something Else«, den der Regisseur Owen Trevor für Gallagher abdrehte. Das Video aus der Design- und Filmagentur Shynola (u.a. Beck, Blur, »The I.T. Crowd«, »The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy«) sei »schrecklich nah« an der Umsetzung von »Something Else«, findet der Musiker. Zum Hintergrund: Beide Videos verwenden die Interaktion von Menschen mit einer animierten Kulisse aus Kreidezeichnungen. Nun reagierte die Produktionsfirma Shynola auf die Vorwürfe.