Pet Shop Boys

Neue Ausgabe von »Literally«, exklusive Single in Deutschland, Suchbild

Text: Walter W. Wacht

Achtzehn Seiten Neuigkeiten, elf Seiten Tagebuch, achtzehn Seiten »Yes«, fünfzehn Seiten Xenomania und vier Seiten Lyrics – die vierunddreißigste Ausgabe von »Literally«, dem offiziellen Pet-Shop-Boys-Fanclub-Journal, wurde soeben angeliefert und ist wie üblich von vorne bis hinten absolut lesenswert.

    Editiert von dem britischen Musikjournalisten Chris Heath (früher: Smash Hits) sowie den Pet Shop Boys Chris Lowe und Neil Tennant wird »Literally« dreimal jährlich herausgegeben, im regulären Handel werden die aufwändig produzierten Magazine nicht verkauft. Für dreißig Euro wird man Mitglied im Fanclub, neben drei Ausgaben des Journals erhält man außerdem zwei A5-Farbfotografien sowie ein A4-Poster des »Fundamental«-Albums. Eine lohnende Investition stellt die Mitgliedschaft allerdings zweifelsohne dar: die neueste Ausgabe von »Literally« bietet den detailverliebtesten, ausführlichsten Einblick in die Produktion des jüngsten Pet-Shop-Boys-Albums »Yes« sowie aller bisher erschienenen Singles, in die Art Direction des Designbüros Farrow und – Dank des langen Interviews – die Arbeitsweise von Xenomania-Strippenzieher Brian Higgins. Alles wissen Tennant und Lowe zu kommentieren, man fragt sich höchstens noch, wann sie für die Vielzahl ihrer Projekte die Zeit finden.


    In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf »Beautiful People« hinweisen, jene neueste Single der Pet Shop Boys, die – Dank der hierzulande äußerst positiven Rezeption von »Yes« – exklusiv in Deutschland veröffentlicht wird. Am 25. September erscheint »Beautiful People« als CD und Download bei EMI Deutschland, enthalten sind die Album- und Demo-Variante des Songs sowie der Richard-X-Mix von »Fugitive«.

    Eines noch: eine feste Rubrik der Print-Ausgabe war zuletzt stets die »Musik zur Zeit«, in der in jeder Ausgabe drei Künstler bzw. Spex-Redakteure Auskunft über ihre aktuellen fünf Lieblingsplatten erteilen. Da wir die Pet Shop Boys zuletzt nicht für jenes Format gewinnen konnten und sie in »Literally« auch mit jeder Ausgabe eine entsprechende Liste erstellen, möchten wir im Folgenden aus der Nummer 34 des Journals zitieren: die aktuellen Top-5 von Neil Tennant und Chris Lowe.

    Neil
    Jon Hassell - Last Night the Moon Came Dropping Its Clothes in the Street
    Røyksopp - Junior
    DJ Hell - The Angst
    Kanye West - Love Lockdown (Cousin Cole Radio Edit)
    Biosphere - Wireless (Live at Arnolfini, Bristol)

    Chris
    The Exciters - Reaching for the Best
    Tony Christie - Every Word She Said
    Keri Hilson, Kanye West & Ne-Yo - Knock You Down
    Barry White - September When I First Met You
    Dexter Wansel - I’ll Never Forget

Zum Abschluss dieser kurzen Zusammenfassung: soeben wurde das vierte Album – siehe unten – der Pet-Shop-Boys-Diskografie in den USA wiederveröffentlicht Das vierte Album der Pet-Shop-Boys-Diskografie wurde nicht in den USA wiederveröffentlich, sondern ist bereits ›etwas‹ älter – ein Detail des Produkts (rechts) unterschied sich hingegen stets von der britischen/weltweiten Fassung (links). Da der US-Import vor wenigen Tagen in die Redaktion geliefert wurde, möchten wir auf jenen absurden Unterschied gerne noch einmal gesondert hinweisen.

(Nein, es handelt sich nicht um den Sticker.)

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5 Kommentare:
  1. Franzi Fnknstn
    Franzi Fnknstn:

    Absurder Unterschied: Das U in Behaviour. So schreiben das die Briten... (Außerdem enthält das linke Exemplar weniger Farbe)

     
  2. Walter W. Wacht
    Walter W. Wacht:

    Indeed. Leider war der Text so nicht ganz richtig – schließlich wurde »Bavio(u)r« wohl schon immer in dieser Form vertrieben. Den betreffende Punkt wurde korrigiert, der PSB-Beauftragte in der Redaktion hat das natürlich sofort bemerkt.

     
  3. Dominik Kreuzer:

    Was liegt in Amerika auf dem Stuhl?

     
  4. stefansippell:

    Besonders hübsch fand ich diesmal das Detail über den Tennant/Lowe-schen Süßigkeitenkauf während der "Yes"-Produktion im Xenomania-Hauptquartier: Da zogen die beiden also gemeinsam los in den nächsten kleinen Shop - und kamen regelmäßig zurück mit einem Bounty-Riegel, der ja zwei Schoko-Kokos-Stangen enthält. Eine für Chris, eine für Neil, und großes Erstaunen im Team von Mr. Higgins. "Das Prinzip Pet Shop Boys" sozusagen. Oder so ähnlich.

    Danke für den schönen "Literally"-Bericht - ich kann allem nur zustimmen und die Clubmitgliedschaft allein wegen dieser so informativen wie gepflegten Lektüre sehr empfehlen (Chris Heath ist hier sehr viel besser als in seiner RW-Biographie)!

     
  5. Dieser Kommentar ist ein Trackback von Spex - Magazin für Popkultur » Der Spextrakt:

    [...] Xenomania News – Brian Higgins interview (Literally magazine, July 2009) Kürzlich informierten wir über die neueste Ausgabe des Pet-Shop-Boys-Fanclub-Magazins »Literally&l..., die den Pets scheinbar gefallen haben muss, jedenfalls bekam der Artikel auch eine Erwähnung [...]

     
 
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