Werte 2.0

c/o Pop zu geistigem Eigentum und Netzkultur

Text: Michael Lutz

Unter dem Banner »Pop Culture 2.0« werden im Rahmen der diesjährigen c/o pop Convention in Köln sowohl die positiven Aspekte der digitalen Entwicklung im Musikbereich als auch ihre negativen Folgen debattiert. Es gilt, Ideen und Konzepte für die bestehenden Probleme zu finden: Internet-Piraterie, Verteilungsschlüssel, Wertverfall der Ware Pop – und das sind nur einige der Themenkomplexe, über die am 13. und 14. August debattiert wird.

    Dem grundlegenden Wandel widmet sich auch das von Spex präsentierte Panel »Werte 2.0« am Donnerstag, den 13. August im Business Forum der c/o pop. In Zusammenarbeit mit den Veranstaltern von re:publica, dem Berliner Social-Media-Kongress, wird beim Panel »Werte 2.0 – Geistiges Eigentum und Netzkultur« nachgefragt, was genau geistiges Eigentum im digitalen Zeitalter noch ist und wer vor dem Hintergrund mit welcher Motivationen mit wem diskutieren sollte. Denn (reale) Orte der Diskussion sind rar und meist branchenintern; übereinander sprechen ist nicht schwer, miteinander dagegen sehr.

    Auf dem Panel »Werte 2.0« wird live erlebbar, wo die Frontlinien verlaufen und welche Kraft das künstlerische Werk im Zeitalter seiner digitalen Verfügbarkeit noch hat, wo die alten Urheberrechtsbegriffe der Musik- und Medienbranche gegen die Praxis offener Quellcodes verteidigt werden und wie Annährungen konstruktiv aussehen könnten. Es werden also, verkürzt gesagt, die Debatten vor Publikum geführt, die in Spex in der Reihe »Digitale Evolution« seit zwei Jahren verfolgt werden. Diskutieren werden folgende Experten: Mark Chung (Freibank Musikverlage/VUT), Christian Hufgard (Piratenpartei), Lars Sobiraj (Chefredakteur Gulli.de), Roland Reuß (Philologe und Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Heidelberg; tbc) sowie ein Vertreter der GEMA. Die Diskussion wird moderiert von Johnny Haeussler (re:publica).

    Was das Musikalische angeht, so widmet sich das angegliederte c/o pop Festival vom 12.-16. August wieder allen Facetten der Pop- und Clubmusik. So gibt es erstmals seit 2006 wieder Open-Air-Konzerte mit The Whitest Boy Alive, Patrick Wolf und den Black Lips. Diesmal sogar mitten in der Stadt, am Offenbachplatz zwischen Oper und Schauspielhaus, wo sich 2009 auch die Festivalzentrale von c/o pop befinden wird. Zu den Themen Urheberrecht, Informationszugang, Digitalisierung und 2.0  empfehlen wir außerdem die Beiträge der Spex-Reihe »Digitale Evolution«.

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1 Kommentar:
  1. Dieser Kommentar ist ein Trackback von Spex - Magazin für Popkultur » Liebestrunken in Köln:

    [...] die heute eröffnende c/o pop nicht mit Materialien aus der Kölner Tanzmusik begleiten? Das anständige rheinische [...]

     
 
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