Was machen eigentlich Radiohead?

Ach so: Recycling!

Text: Walter W. Wacht

Wirklich ruhig wurde es nach der Eigenregie-Veröffentlichung von »In Rainbows«, dem letzten Radiohead-Album, nie: ob gigantische Tour, Remixes, aufwändige Musikvideos, weitere Tourneen, die Remixes als Album, etc – die Band schob regelmäßig neue bzw. Abwandlungen bestehender Projekte nach. So verhält es sich auch mit der heutigen Meldung seitens W.A.S.T.E., dem Merchandie-Ableger von Radiohead. Dort kündigte man nun einen modischen Windbreaker an, der aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wurde – durchaus kann man dies als auch Prinzip von Radiohead bezeichnen, schließlich versuchen sie auch ihre Tourneen klimaneutral zu gestalten.

Das besagte Radiohead-›Textil‹

    »This anorak is made from approximately 15 old bottles«, teilen W.A.S.T.E. in den Produktinformationen der Jacke mit, ab September – pünktlich zum einsetzenden Herbst – wolle man mit der Auslieferung des Textils beginnen. Diese ist mit 45 britischen Pfund zwar auf den ersten Blick nicht gerade günstig, legt man aber den aktuellen Wechselkurz von aktuell 0,859 zugrunde, so hat man – Wirtschaftskrise sei Dank – für knappe 52 Euro doch noch ein Schnäppchen gemacht. Die Jacke zeigt in der »In Rainbows«-C.I. gehaltene Suburbia-Motive aus dem Video zu »House of Cards«, jenem Clip, der komplett in 3D und ohne den Einsatz von Kameras oder Beleuchtung entstand.

    Zur Herstellung der Jacke gibt es zudem weitere Informationen: zunächst wurden die PET-Flaschen gereinigt, in Streifen geschnitten, zerhächselt, schließlich eingeschmolzen und danach als neue Fasern zusammengefügt – ein gängiger Prozess. Im Beipackzettel (PDF) wird zudem allerdings der genaue Polyester-Herstellungsprozess beginnend mit der Ölförderung samt der verwendeten Chemikalien, der benötigten Infrastruktur und Logistik ausgebreitet – nur wurde irritierenderweise auf die Angabe der insgesamt entstandenen Emissionswerte verzichtet.

    In other related news: Radiohead haben sich erneut mit ihrem Haus-Produzenten Nigel Godrich im Studio eingeschlossen, man darf also neue Stücke oder sogar ein ganzes Album erwarten. Außerdem haben Gitarrist Ed O’Brian und Drummer Phil Selway die Arbeit an ihrem Beitrag zu Neil Finns Charity-Projekt für Oxfam »7 Worlds Collide« abgeliefert, das Doppelalbum mit weiteren Gastbeiträgen von Johnny Marr, KT Tunstall, WilcoModest Mouse und vielen anderen wird im August erscheinen.


VIDEO: Radiohead - House of Cards

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5 Kommentare:
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    [...] Spex - Magazin für Popkultur » Was machen eigentlich Radiohead? [...]

     
  2. Dieser Kommentar ist ein Trackback von Spex - Magazin für Popkultur » Der Spextrakt:

    [...] fragten wir: »Was machen Radiohead eigentlich?«, die Antwort lautete (teils) »Recycling«. Daneben meldeten wir, dass Ed O’Brian und Drummer in Sachen Charity aktiv gewesen [...]

     
  3. Dieser Kommentar ist ein Trackback von Spex - Magazin für Popkultur » Der Spextrakt:

    [...] Radiohead - These Are My Twisted Words Nach dem Windbreaker, dem Thom-Yorke-Solo-Song und dem Charity-Track gibt es Neues von Radiohead: soeben stellte die [...]

     
  4. Dieser Kommentar ist ein Trackback von Spex - Magazin für Popkultur » Teils biologisch abbaubar:

    [...] des Albums aber schon wieder. Schon in der Vergangenheit unterstrichen Radiohead aber immer wieder, wie wichtig ihnen die Themen Klimaverträglichkeit und Recycling sind. Ob man den Albumtitel daher also vielleicht auch mit »Der König der Äste« [...]

     
  5. Dieser Kommentar ist ein Trackback von Teils biologisch abbaubar – Neues Radiohead | KulturSzene:

    [...] des Albums aber schon wieder. Schon in der Vergangenheit unterstrichen Radiohead aber immer wieder, wie wichtig ihnen die Themen Klimaverträglichkeit und Recycling sind. Ob man den Albumtitel daher also vielleicht auch mit »Der König der Äste« übersetzen kann? [...]

     
 
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