Das schlechteste Plakat der Welt
Gunter Sachs zum »SWR3 New Pop Festival«
Text: Walter W. Wacht»Wir brauchen einen großen Namen, eine Koryphähe seines Fachs außerdem«, muss man sich in der SWR3-Öffentlichkeits- und Marketingabteilung gedacht haben, als es um die Auftragsvergabe zum Plakat-Design des hauseigenen Festivals in Baden-Baden ging. Schnell die Gala zur Hand genommen, das Fotoregister überflogen, ach, richtig: der Herr Sachs, hier, zwanzigtausend Mark (nur damit wir uns nicht missverstehen: Gedankengang und Betrag sind fiktiv) bitte danke, und schon liefert Fotograf Gunter Sachs ein Plakatdesign für das »SWR3 New Pop Festival« ab, das an – nunja – mäßiger Gestaltung kaum zu überbieten ist. Dass solch ein Design Vati und Mutti aus Gaggenau, Sandweier oder eben Baden-Baden ansprechen und zum Festival locken mag, wollen wir hier gar nicht bestreiten. Dass man sich als Sender mit einem derart misslungenen ›Artwork‹ aber zu schmücken versucht, ist schon eine starke Nummer:
»Fliegende Notenlinien schmiegen sich in warmem Dämmerlicht um einen nackten Frauenkörper in Ballettpose. Weibliche Silhouetten performen schattenwerfend Musik und Tanz auf dem schwarzen Linientrapez – so sieht Gunter Sachs das ›SWR3 New Pop Festival‹, dessen offizielles Plakat er dieses Jahr kreiert hat.«
Gunter Sachs unterstreicht sein ›Werk‹ zudem mit den Worten:
»Das Festival vermittelt mir Musik, Leichtigkeit und Anmut, so konzipierte ich auch das Plakat.«
Der Spex-Redaktion vermittelt dieses Plakat nun eher den Eindruck eines guten, schnellen Geschäfts für Sachs, aber wer will in Fragen der Kunstproduktion schon kleinlich sein?


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der gute Gunter ist ja ein echter Photoshop-Zauberer!
[...] man kann sich für viel Geld einen großen Namen leisten und letztendlich doch grandios damit scheitern. Oder man spricht seine Freunde und Bekannte mit dem Wissen an, eben kein Budget zur Verfügung [...]
Öffentlich-Rechtliche Geschmacksverirrung...
Das unterirdische Plakat zum SWR3 New Pop FestivalAls ich den Link zu diesem Blogbeitrag bekommen habe, dachte (hoffte) ich zuerst, es handele sich um einen Fake. Pustekuchen, das hier ist das offizielle Plakat zum SWR3 New Pop Festival...
SWR3 läs...
Autsch!
[...] Das schlechteste Plakat der Welt | spex.de [...]
[...] SWR3, steht auch in meiner Region für musikalische Vielfalt welche oft mal über den Mainstream-Tellerrand hinausgeht. Und auch die Kreativität der Musikauswahl spiegelt sich im neuen “SWR3 New Pop Festival” - Plakat wider. »Wir brauchen einen großen Namen, eine Koryphähe seines Fachs außerdem«, muss man sich in der SWR3-Öffentlichkeits- und Marketingabteilung gedacht haben, als es um die Auftragsvergabe zum Plakat-Design des hauseigenen Festivals in Baden-Baden ging. Spex.de [...]
Ich bin fassungslos!
Gereon, ist ja schon gut.
Heftiges Teil!
Einfach nur peinlich!
"GUNTER SUCKS" bringt es wohl auf den Punkt
[...] nach der Bundespräsidentenwahl Lammlachse / Rinderfilet mit Parmesanhülle Generation C64 Das schlechteste Plakat der Welt §317 StGB Störung von Telekommunikationsanlagen The Program Accelerator Dienstwagen sind [...]
[...] wenn der eine oder andere es sicherlich schon bei den Kessel-Twins oder der SPEX schon gesehen hat, hier noch mal der Entwurf für das kommende New Pop-Festival vom SWR3. Liebe [...]
Hallo zusammen,
also die einzelnen Elemente sind ja nicht so schlecht. Die Idee sicherlich auch nicht. Nur was draus gemacht wurde ist sicherlich zwiespältig. In der jetzigen Fassung könnte es auch eine Einladung zur Massenorgie sein :-).
Die Schwaben haben halt Humor. Hätte ich nicht gedacht.....
Liebe Grüße aus NRW
Dieter
Sehr - ja - interessanter Entwurf. Passend dazu ein Wahlplakat des Münchner CSU-Abgeordneten Singhammer, ähnlich originell, nur nicht ganz so sexy ...
http://www.mapambulo.blogspot.de
[...] Ein ausführliches Statement des Gestalters und des SWR bei www.spex.de [...]
[...] Frau den Termin besser merken. Der eine oder andere spricht bei dem Anblick des Plakates sogar vom schlechtesten Plakat der Welt. Tags: Foto musik Plakat Pop Festival Hat Dir dieser Beitrag [...]
[...] für Pop wirbt. Demnach finde ich das Plakatmotiv absolut unpassend gewählt, so übrigens auch die Spex und unsere Leserin Anna (vielen Dank an den Tipp). Ich hoffe sehr auf diesjährige die Saure Gurke* [...]
Also, ich werde das Gefühl nicht los, daß hier einige das Thema verfehlen, weil sie gerade mal den Kommentar vom Vorgänger lesen. Dann einfach mal drauf hauen und mit dabei sein. Danach eine Kerbe in den großen blog-Colt geritzt und mit Hurra zum nächsten bashing. Genau so tut man jedem Künstler Unrecht, das gilt auch für Gunter Sachs. Über das Plakat kann man, wie bei vielem, geteilter Meinung sein. Ich persönlich finde es gelungen und muß einen der Bezug zum Pop Festival gleich anspringen wie eine Waschmittelreklame? Ich sehe vor allem, daß Gunter Sachs neben dem New Pop auch zur Ausstellung ins Frieder-Burda-Museum eingeladen wurde. Auch ohne Grund oder vielleicht doch, weil er seit 30 Jahren hinter der Kamera vieles richtig gemacht hat?
Mein Gott, was soll denn all dieses missgünstige Geschwätz. Das ist wie bei einem Hit, den alle mitsingen, bis dann die Neider kommen und sagen "der Song ist schlecht produziert". Das Plakat wird seinen Weg machen.
In der Kunst gibt es keine bestes und kein schlechtestes Bild. Eine subjektive Wahrnehmung kann keine objektiven, verbindlichen Kriterien enthalten. Ich finde das Plakat sehr gelungen. Udo Linderberg war anders, aber sicher nicht besser.
werbeplakat...
wer ein wirklich misslungenes werbeplakat sehen mchte sollte sich das hier mal anschauen nicht schlecht oder?!...
[...] anpacken und darüber stand: “Der einzige Grund Schwarz zu wählen”. Abgesehen von der 80er-Jahre-Sachs-Ästhetik und einer Botschaft, die ich immernoch nicht in Gänze kapiert habe (”zu wählen”? [...]
[...] Nun kann man sich hierbei echt fragen: Was hat eine nackte Frau mit einem Pop Festival zu tun? Ganz einfach: Gar nichts! Der Informationsgehalt des Plakats geht wirklich gegen Null. Wer spielt da eigentlich auf dem Festival? Wo war das Festival gleich noch? Na ja, vielleicht kann man sich wenigstens wegen der nackten Frau den Termin besser merken. Der eine oder andere spricht bei dem Anblick des Plakates sogar vom schlechtesten Plakat der Welt. [...]