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Walter W. Wacht
Hätte man damals in Glasgow absehen können, wie das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2006 zwischen Italien und Frankreich ausging, der Soundtrack zu »Zidane – A 21st Century Portrait« wäre wohl noch dramatischer ausgefallen.
Ein Jahr zuvor begannen die Arbeiten an Douglas Gordons und Philippe Parrenos filmischen Portraits des Fußballers Zinedine Zidane. Inhaltliche Vorgaben an den Score der knapp 75-minütigen Dokumentation hatten Mogwai – zuletzt fielen sie mit ihrem Album »The Hawk is Howling« auf – nicht. Und so mäanderte die Musik dankenswerter Weise an den auf Zinedine gerichteten Kameras vorbei, statt hektisch jede Bewegung zu kommentieren. Im Juni werden Mogwai den Soundtrack während ihrer einzigen Deutschland-Show in Bochum vorstellen.
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Walter W. Wacht
Tragisch war der Tod von Sebastian Hackert Ende Februar: der Deichkind-Produzent starb viel zu früh im Alter von 32 Jahren. Aber weiter geht es, so die Maxime der verbleibenden Mitglieder der Formation. Kürzlich wurde die neue Single »Luftbahn« veröffentlicht, für den Sommer wurden – siehe unten – eine Vielzahl an Festivalshows bestätigt. Nur wie die Zeit bis dahin vertreiben?
Seit Anfang April nutzt das Kollektiv mit großer Freude die Microblogging-Plattform Twitter (@Spex), Anfang Juni werden sie zudem auf einer Autofähre spielen:
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Alexander Müller

Wie passend, dass »Hard for Justice« bei dem Berliner Label Get Physical erscheint. Denn die Physis, vor allem ihre Zerstückelung und krankhafte Mutation, steht ja auch bei den meisten Horrorfilmen im Vordergrund. Genau jenen erweist Bronnt Industries Kapital mit seinem dritten Album die Ehre, beziehungsweise den Soundtracks schäbiger und blutrünstiger B-Movies der achtz ...
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Florian Sievers

Eine Balance der Kräfte, der dunklen und der hellen, der zerstörenden und der schöpfenden, der chaotischen und der geordneten – darum geht es doch: im Leben allgemein und speziell in einer durchfeierten Nacht, die ja ein ganzes Leben nachbilden und verändern kann. Diese Nacht wäre dann eine, in der man die größte Hymne noch mit einer Träne im Augenwin ...
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 11.05.2009 00:00
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Ralf Krämer

In »13 Tzameti« imaginiert Regisseur Géla Babluani den Kampf der Klassen in seiner brutalstmöglichen Zuspitzung als organisiertes russisches Roulette.
Erschienen in SPEX #320 05-06.2009 | 11.05.2009 00:00
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Walter W. Wacht

Strenge Geometrie, Neonröhren und -farben, ein schrilles, an David Bowie erinnerndes und vermutlich mit Usla Airlines aufgetragenes Makeup, grelle Leggins und immer wieder das steil nach vorn geföhnte, rote Haar: das tolle Musikvideo zu La Roux’ neuer Single »Bulletproof« zeigt Sängerin Elly Jackson mit Farben und Formen hantierend, hypermodern und doch ein wenig a ...
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Benjamin Dannemann

Soeben endete das Donaufestivals 09 – Man sah die dronende Spannungs-Spirale der Black Dice, die liebenswert verschrobenen Butthole Surfers und die glorreichen Vier: Sonic Youth.
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Walter W. Wacht
Schon vor vier Jahren kooperierten Helmut Geier alias (DJ) Hell und die Soul- & House-Ikone Billie Ray Martin miteinander: Die Single »Je Regrette Everything« sang die heute in Berlin lebende Chanteuse für Hell ein, nun wiederholte sich die Zusammenarbeit: die japanische Version von Hells jüngstem Doppel-Album »Teufelswerk« – unsere aktuelle Platte der Ausgabe – enthält mit »Silver Machine« ein neues BRM-Gesangsstück, verziert von klöppelnden und blubbernden Sounds aus Hells Synthesizer-Fabrik. Erhältlich ist das »Silver Machine« für ›uns‹ Westeuropäer zum Beispiel über iTunes, zudem kann man die übrigen Kollaborationen zu »Teufelswerk« mit u.a. Bryan Ferry und P. Diddy derzeit in Gänze streamen.
Am Freitag wird Billie Ray Martin in Berlin auftreten, dann mit einer Live-Vertonung der Stummfilmvariante von Roman Polańskis »Ekel« (siehe Foto/Still).
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Walter W. Wacht
»Operettenknast«, wie scheinbar passend. So jedenfalls bezeichnete der Berliner Volksmund früher das Frauengefängnis Charlottenburg in der Kantstraße, abgeleitet von der scheinbar geringfügigen Schwere der Vergehen der damaligen Insassinnen. Der auch heute noch erhaltene Zellentrakt befindet sich im rückwärtigen Teil der Außenstelle des Amtsgerichts Charlottenburg, zwischenzeitlich wurden die Räumlichkeiten auch zur Zwischenlagerung von rund 120.000 Bänden juristischer Fachliteratur genutzt – oder eben als Konzertsaal: Am kommenden Samstag tritt zwischen zwei Zellenblöcken das im vergangenen Jahr an Hype nicht gerade zu knapp gekommene Duo The Ting Tings im Rahmen der T-Mobile Streetgigs auf.
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Wibke Wetzker
Während der isländische Staat sich tapfer durch die wirtschaftliche Talsohle kämpft, lässt er die nationale Kreative nicht links liegen, zumindest nicht die musikalischen Talente, die auf herausragenden Gipfeln der popkulturellen Schaffenskraft sitzen.
Es gehört zu einem empirisch unerforschten Umstand, dass die isländische Musikszene überdurchschnittlich viele Schätze birgt, und die ans Tageslicht zu befördern, ein Forum zu schaffen und international Flagge zu zeigen, das hat sich das Icelandic-Music-Export-Büro zur Aufgabe gemacht. Neben dem Flaggschiff des weltweit renommierten »Iceland Airwaves«-Festivals gilt die Initiative des IME auch kleineren Konzertreihen wie dem »Nordrid - Iceland Express Musik Klub«, der diesen Sommer in deutschen Großstädten Stopp macht.
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Dennis Kastrup

Wenn James Tiberius Kirk und sein Commander Spock mit ihrem Raumschiff Enterprise neue Welten oder auch Wesen entdeckten, ertönte stets eine seltsam, fast schon geschmeidig atonale und synthetische Tonfolge, die oftmals mit engelsgleichem Frauenchor untermalt wurde. Die Kombination der beiden Elemente hinterließ beim Betrachter eine fremdartige und gleichzeitig auch angenehme Stimmung. ...
Text:
Florian Sievers

Es gibt diese Schallplatten, die leuchten in staubigen Kellern vor sich hin wie weiland der Heilige Gral über seiner Burg. Und wenn die Vinyl-Sammler und -Ausgräber dieser Welt eine dieser LPs in die Hände bekommen, dann leuchten auch ihre Augen. Denn von der Sorte Platten, von der hier die Rede ist, kursiert oft nur eine Handvoll Kopien, jede tausende Euro wert. Manchmal gibt es so ...