Text:
Christoph Braun
Die in der aktuellen Spex von Martin Hossbach und Max Dax intrerviewte Jutta Koether hat einmal einen Sammelband diverser Schriften unter diesem Titel veröffentlicht: »Kairos«. Das kann, wie sie es heute beschreibt, den »richtigen Moment des Handelns« beschreiben, der einen befähige, »einzugreifen in die Zeit, in der man lebt«. Das kann aber auch schlicht eine günstige Stunde sein.
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Julian Weber

Im Januar 1966 gaben Velvet Underground eines ihrer ersten Konzerte: Zusammen mit Andy Warhol sollte ihre Musik ein Festbankett zu Ehren der Vereinigung der New Yorker Psychiater untermalen. Der monotone Gesang von Lou Reed, die Standdrums von Moe Tucker, die Drone-Attacken aus den Gitarren und der Viola von John Cale trieben die Wissenschaftler nach kurzer Zeit aus dem Saal. »Shock Treatmen ...
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Philipp Lembke

Reissues und Best Ofs sind immer so eine Sache. Der Vinylnerd mit seinem Originalfetisch verabscheut sie zutiefst, normale und entspannte Zeitgenossen nutzen diese Form der Heranführung an Künstler und Musik hingegen gerne. Die Compilation »Darkest Light: The Best of The Lafayette Afro Rock Band« erschien auf dem Label Strut Records bereits 1999 als Doppelvinyl, Anfang 2009 w ...
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Walter W. Wacht

Wer dachte, das Cover-Artwork des neuen Animal-Collective-Albums »Merriwether Post Pavilion« sei schon trippig, der möge aufmerksam das folgende Musikvideo zer Single »My Girls« studieren.
Panda Bear, Avey Tare und Geologist sieht man darin sich in den Tiefen der vor ihnen aufgebauten Unterhaltungs-Elektronika verlierend. in Form schwarzer und gr& ...
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Ralf Krämer

Mit »W.« stieg Regisseur Oliver Stone im letzten Jahr in den US-Wahlkampf ein. Ralf Krämer über ein satirisches Biopic, das einen wohlfeilen Rückzug aus der Geschichte erlaubt.
Text:
Walter W. Wacht
Sparen wir uns das einleitende Gerede über Island, auch Ortsfremde haben dank der medialen Omnipräsenz der Insel zwischen Tagesschau und Plattenkritik einen umfassenden Eindruck des ›Feels‹ Islands.
Die Veranstaltungsreihe »101 Berlin« versucht nun zum zweiten Mal, den Berlinern den nordischen Inselstaat schmackhaft zu machen. Gelingen kann dies gewiss mit dem Booking des Veranstaltungsabends, präziser gesagt mit der Band Who Knew. Deren sechs Musiker haben sich dem breit instrumentierten Indiepop verschrieben und klingen – noch etwas präziser formuliert – wie die konsequent (gute) Fortsetzung des Clap Your Hands Say Yeah-Debüts – Letztere versemmelten die erfolgreiche Fortsetzung des Yelp-Pops mit ihrem zweiten Album »Some Loud Thunder« ja bekanntlich gründlich.
Text:
Christoph Braun
Im Februar macht Kompakt weiter mit einer berühmten Compilation-Serie: »Pop Ambient 2009« erscheint am 16. Februar, und was sonst immer wie ein Monolith daherkommt, wird diesmal von ziemlich unerwarteter Seite flankiert. Zwei Wochen nach Kompakt rückt auch das Münchener Compost-Label mit der Zusammenstellung »Compost Ambient« heraus. Wobei Michael Reinboths Label im Gegensatz zur reinen Ambient-Schule Kompakts da eher langsame Lounge-Songs zusammengestellt hat. Ambient aber eben: Bei den Weblabels eh immer zurecht großes Thema. Und einmal im Jahr veranstaltet E De Cologne das Festival »Zivilisation der Liebe«.
Text:
Jacek Slaski

Es ist erfreulich, wenn sich Menschen zusammenschließen, um paramilitärisch-okkulte Gruppen zu gründen und die Musik dafür einsetzen, um Bewusstsein und Wahrnehmung ihrer Hörer zu verändern. So geschehen zu Beginn der achtziger Jahre im Londoner Stadtviertel Hackney, als Genesis P-Orridge und Alex Fergusson auf den Trümmern von Throbbing Gristle und Alternative ...
Text:
Thomas Schopp

»Don’t Get Lost or Hurt« heißt das Solo-Debüt von Lonely Ghosts aka Tom Denney, ehemals Sänger und Gitarrist der englischen Indienoise-Kids Help She Can’t Swim. Es ist ein Mini-Album mit acht Songs, in denen Denney den hochenergetischen Up-Tempo-Rock seiner 2007 aufgelösten Band mit poppigen Melodien und Dance-Beats kreuzt. Gekreischt wird nur noch im R ...
Text:
Walter W. Wacht

Mehr einem Theaterstück denn einem Musikvideo gleicht »Epilepsy is Dancing« bzw. der unter Regie der Wachowski Brothers entstandene Clip zur neuen Antony And The Johnsons-Single.
Johanna Constantine spielt im Video die Rolle der plötzlich krampfenden Frau, der sich daraufhin bunte Träume im Märchenwald eröffnen. In Zusammenarbeit mit den M ...
Text:
René Hamann

Kevin Barnes, Sänger und buntester Hund von of Montreal, gibt im Interview Auskunft über Konzerte, Kostüme, Kunstmusik und das Doppelleben, das man als Künstler führen muss.
Text:
Walter W. Wacht
»Kunst ist intellektueller, Musik ist sehr viel emotionaler, physischer«, antwortet Sonic-Youth-Sängerin Kim Gordon in der aktuellen, äußerst lesenswerten Ausgabe des Kunstmagazins »Monopol« auf die Frage, welcher Unterschied zwischen Musik und Kunst bestehe. Gordon ergänzt: »Musik ist ein Gruppending – während man sich mit Kunst doch eher als Einzelner auseinandersetzt.« Im weiteren Verlauf des Gesprächs fallen die Namen des Who is Who des Kunstbetriebs: Damien Hirst, Marc Jacobs, Albert Oehlen, Martin Kippenberger, Gerhard Richter, Dan Graham und Mike Kelley – Letzterem räumt ebenjene »Monopol«-Ausgabe ein hochinteressantes, neunseitiges Portrait ein. Anlass für »Monopol« zum Gordon-Interview war nicht nur deren Kunststudentische Verbindung zu Mike Kelley, sondern auch die Ausstellung von und über Sonic Youth in der Düsseldorfer Kunsthalle bzw. KIT (Kunst im Tunnel).