Das Debüt von James Pants sprühte vor Freshness und Grenzenlosigkeit. Jeder Track eine neue Genre-Erfindung auf dem im Mai 2008 auf Stones Throw erschienenen »Welcome«, etwa Höhlen-Ambient-Acid, Madchester-Disco und Electric Boogie, huch, gibt's ja schon. Wie Gerd Janson schrieb in seiner Rezension: »Manchmal in handlichen Portionen, dann wieder in überbordendem Wahnsinn.« Im März kommt der in Spokane, Washington lebende Texaner, der eigentlich nur einmal eine Single auf Stones Throw veröffentlicht haben wollte in seinem Leben, mit Band auf Tour.
Oakland, Kalifornien, ehemals das Zentrum der Black Panther Bewegung, ist dieser Tage immer noch in Teilen ein recht ungemütliches Pflaster. Ungeachtet der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Repressalien hat sich hier aber auf lokaler Ebene die so genannte ›Hyphy‹-Kultur etabliert, die musikalisch mit ihren Vertretern wie etwa E-40 oder Keak da Sneak eine eigene Spielart de ...
Die Begeisterung für Burials zweites Album Ende des vergangenen Jahres quittierte ein Kollege mit dem Hinweis auf ein bereits Anfang 2007 erschienenes Album: »Hört Euch mal ›My Demons‹ von Distance an, das ist noch viel düsterer, viel heftiger. Das ist die Zukunft!«
Und in der Tat: Wie ein Herbststurm fegte der schwere Dubstep des Brit ...
An der Reihe sind: Phoenix. Wenn das Quartet parisien auch nur dem Titel jenes neuen Albums nahe kommt, das www.wearephoenix.com für Frühjahr 2009 verspricht, dann, ja dann. Also: »Wolfgang Amadeus Phoenix«. Süß, oder? Sieht auch gut aus im neokonservativen Font der Seite. Könnte schon das Cover sein. Vielmehr über, ich sag's jetzt einfach mal, »Wolfgang Amadeus Phoenix« gibt es allerdings noch nicht zu sagen. Laut MySpace-Blog der Band waren die Songs am 3. Januar fertig aufgenommen. Die so genannte Short Preview auf der Band-Homepage belässt es mit einem wenige Sekunden langen Loop, der eventuell ein Intro sein könnte.
Joakim Bouaziz’ musikalisches Schaffen beschreiben zu wollen, gleicht dem Versuch den berühmten Pudding an die Wand zu nageln. Ein ziemlicher Freigeist, den man allenfalls in seinen Anfangstagen rund um die Jahrtausendwende – unter dem Alias Joakim Lone Octet – noch einigermaßen eingrenzbar einem Future-Jazz-Umfeld zuordnen konnte; unweit von 4Heros Label 2000Black und ...
»IV« ist die erste Veröffentlichung von Stephen O’Malley und Peter Rehberg, die nicht als Soundtrack für das Theaterstück »Kindertotenlieder« von Gisèle Vienne komponiert wurde. Obwohl alle drei vorhergehenden Partien die künstlerische Reife besitzen, musikalisch auch für sich alleine stehen zu können, wird ausdrücklich darauf ...
Anlässlich ihrer großen Ausstellung in der Galerie Daniel Buchholz in Köln spricht die 1958 geborene Wahl-New-Yorkerin Jutta Koether über Fluch und Segen multipler Karriereoptionen.
Vor wenigen Tagen berichteten wir an anderer Stelle (mehr …) über die aktuellen Geschehnisse rund um die Ausstellung »Sonic Youth: Sensational Fix etc.«, die am 31. Januar in Düsseldorf eröffnet wird. Den Tag nutzt Sonic-Youth-Sängerin/-Bassistin/-Gitarristin Kim Gordon allerdings auch für einen kurzen Abstecher nach Köln: anlässlich der noch bis zum 01. Februar laufenden Gerhard-Richter-Ausstellung »Abstrakte Bilder«besucht Gordon das Museum Ludwig, um dort gemeinsam mit ihrer Freundin, der früheren Spex-Redakteurin und -Herausgeberin und heutigen Künstlerin Jutta Koether (siehe Interview aus Spex #318) über die Zusammenhänge zwischen Kunstproduktion, Kritik und Freundschaft zu diskutieren.
Natürlich ist der Sonntag ein denkbar unvorteilhafter Tag für einen Rave. Gut, ›in Berlin‹ erlebt man dies dem Klischee nach an jedem Wochenende, warum sollte eine derartige Feierkultur also nicht auch in München aufgehen? Am Sonntag, den 1. Februar, eröffnet dort die Wintersportmesse ISPO, bis zum 4. Januar werden die Trends für den Schnee präsentiert.
Neben den klassischen Messeständen und Kollektionsvorführungen wählt das junge britische Modelabel Bench. eine andere Form der Präsentation: mit »Bench presents DJ Phono« veranstaltet man am Sonntag ab 21 Uhr einen Messeeröffnungsrave, der Deichkind-Gründer Phono beschallt dazu gemeinsam mit den DJs Beanfield und Findling die Münchener Registratur mit einem Live-Set. Musikalisch orientiert sich Phono dabei abseits des Deichkind’schen Abfahrtselectro, seine Sets schließen sanft wummernden Minimal Techno ebenso ein wie schmissige Popsongs. Halbwegs regelmäßige Besucher des Hamburger Golden Pudel Clubs bzw. Käufer der Pudel-Compilations wissen, wovon die Rede ist.
Obacht, jetzt aber rasch: Jeff Mills ist in Berlin, dank Transmediale und Club Transmediale in dieser Woche zweifellos die Event-Metropole der elektronischen Musik. Einer der wichtigsten Protagnoisten der zweiten Detroiter Techno-Welle re-evaluiert in Film und Musik jene Tracks, die ihn – gemeinsam mit seinen Mitstreitern Mike Banks und Robert Hood – zu einem der wichtigsten Protagonisten der zweiten Detroiter Techno-Welle gemacht haben. Vor 17 Jahren hieß das afrofuturistische Album »X-102 Discovers The Rings Of Saturn« und reduzierte Techno radikal auf Loops.
»Walls« von Apparat, Anders Ilars »Everdom« und der »Great Rock'n'Roll Swindle« von T.Raumschmiere gehören zu den Veröffentlichungen des Berliner Labels Shitkatapult. Doch noch bevor man sich bei diesem Autorenbetrieb, organisiert unter anderem von T. Raumschmiere, Apparat und Daniel Meteo, noch bedanken kann, folgt ein Großeinsatz in der Label-Geschichte. Die 100. Veröffentlichung erscheint Ende Februar auf Shitkatapult/ MDM, ihr Name lautet schlicht »Strike 100«.
Mit seinem Album »Sexuality« erfand sich Sébastien Tellier nochmals neu: thematisierte er früher die Familie oder die Politik, so erforscht er heute seine Sexualität.
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Die Spex-Redaktion hat die 30 wichtigsten Songs und Alben des Jahres kompiliert. Plus ByteFM-Stream.
Die neue Spex #336
Die neue Ausgabe Spex #336 ist ab dem 16. Dezember im Handel erhältlich, u.a. mit Newcomerin Lana Del Rey, David Lynch als Musiker, Occupy Wall Street mit Mark Greif, The Black Keys und dem Jahresrückblick RE: 2011.
Außerdem: Gordon Matta-Clark, Miguel Adrover, Frank Miller, Rodarte, Mary Bauermeister, Drive, Veronica Falls, Sepalcure, Das Racist, Winfried Menninghaus, Niobe, Let Me In u.v.m.