Quentin Tarantino´s ›Death Proof‹ OST

Autofahrer-Musik, Coole Posen-Musik, der Sound zum täglichen Training des Overacting-Schauspielers. Waren Tarantino-Soundtracks schon immer, bloß ist der zu »Death Proof« noch einmal eine Kristallisation dessen, was Filmmusik ausmacht. Mehr Ebenen schaffen, doch auch in Verbindung bleiben mit der Bildabfolge: Das Getriebe muss immer schön geölt laufen, um es im Grind House-Slang zu sagen. Noch einmal zur Erinnerung: In den USA wurde tatsächlich und auch in Deutschland sollte »Death Proof« nur als ein Teil des Doppel-Features namens »Grind House« gezeigt werden. Den zweiten Part stellte ursprünglich »Planet Terror« von Robert Rodriguez dar. Der finanzielle Flop im Produktionsland USA aber wurde im Nachhinein gerade damit erklärt, dass heute kaum noch jemand willens ist, sich zwei Filme hintereinander anzuschauen. In den »Grind Houses«, denen Tarantino und Rodriguez in ihrer Double Bill ihre Ehre erweisen, gehörten derlei Mehrfach-Film-Rollen zum Kino-Alltag. Geöffnet auf einer 24/7-Basis blieben diese Kinos für B-Movies aller Art, für Sci-Fi, Horror und Gewalt. Nicht nur in den Filmen, sondern auch in den Häusern des Grind wurde  geraucht und gesoffen.
    Trash als Form: dem Charakter der Grind House-Movies kommt Tarantino nach, wenn er heuer noch wesentlich kürzere Dialoge aus dem Film in den Soundtrack einbaut als sonst.  Doch wie der Regisseur die Unterhaltungen wie etwa die über den Psychopathen »Stuntman Mike« hier einsetzt, das zeigt ein Gespür für den überraschenden, harten Schnitt. Ja, der Wagen, der rollt: Jack Nitzsches Tremolo-Gitarren-Inferno »The Last Race« zur Eröffnung, T-Rex´s »Jeepster« oder »Hold Tight« von Dave Dee, Dozy, Breaky, Mick & Tich schaffen die Ambience des Inneren eines überhitzten Hot Rod; dazu cuttet Tarantino abgehangenen Southern Soul und Morricone. Die Songs bauen sich in ihrer Abfolge zu einem Drama altgriechischer Dichte auf. Bloß die Tragik, die bleibt immer unter der Fuchtel der Coolness. Das taugt zu einem, ha, Mörder von  Soundtrack!

LABEL: Warner Music

VERTRIEB: Warner Music

VÖ: 22.07.2007

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