Voxtrot
Voxtrot
Text: Sarah Amendt
Voxtrot aus Austin, Texas, haben in den letzten vier Jahren regelmäßig EPs und Singles auf den Markt geworfen, die ihnen in ihrer Heimat zunehmend aus den Händen gerissen wurden und über die üblichen Blog-Wege bald auch in Europa Gehör fanden. Gleichwohl erscheint ihr selbstbetiteltes Debüt erst dieser Tage auf Playlouder Recordings, einem Label, das aus einem Online-Auftritt evolvierte und bald Unterstützung vom etablierten Groß-Indie Beggars Banquet erhielt. So klingt »Voxtrot«, das Album, nun im Gegensatz zum früheren Phil-Sepector’esken Heimstudio-Charme professionell produziert: fulminantes Schlagzeug, stattliche Streicher, viel Hall. Voxtrot besitzen ein unbestreitbares Talent für große Pop-Entwürfe und kulminierende Song-Gefüge. »Firecracker« ist genau der Pixies-Pavement-Crossover-Hit, der imstande ist, einen Gegenpol zum derzeit so gewichtigen Hype um Arcade Fire zu markieren. Der hier vorgelegte, saturierte Sound durchzieht das gesamte Album. Im Zusammenklang mit Ramesh Srivastavas frohlockendem, passioniertem Gesang entfalten Voxtrot eine Stimmigkeit, die deutlich an The Smiths und Belle & Sebastian erinnert. Das alles in einem klassischen Americana-Indie-Tonfall, der unentwegt auf ihren texanischen Ursprung verweist.
LABEL: Playlouderecordings
VERTRIEB: Beggars Banquet / Indigo
VÖ: 25.05.2007

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