A Hundred Times Beloved

Antartic Sunrise

Text: Daniel Erk

Regensburg gilt – trotz BeigeGT und Markus Guentner - gemeinhin nur bedingt als Epizentrum der relevanten Popkultur. Zu Unrecht. Das virulente Kulturleben bietet vom mittlerweile allerorts üblichen Indieballermann bis zur Popavantgarde mehr Schattierungen als in vielen der Städte, die gerne Avantgarde und Urbanismus für sich in Anspruch nehmen. Am smarten, melodiösen Pol des Regensburger Pops hantiert beispielsweise Felix Neumann, seit 2003 unter dem Namen A Hundred Times Beloved.
    Nach mittlerweile zwei EPs und einem selbst vertriebenen Album ist nun »Antarctic Sunrise« erschienen, dessen Name Programm und das sowohl musikalisch als auch organisatorisch ein Schritt voran ist.
    Gemeinsam mit Christian Winklhofer lotet Neumann auf dem Album die Tiefen und Untiefen von Pop und Elektronik aus – der Gedanke an Sigúr Ros drängt sich auf; musikalisch, aber auch symbolisch. Warme Bässe, Wall of Sound, Geflüstertes, Melancholisches, Elegisches: Das musikalische Vokabular von »Antartic Sunrise« ist bekannt., wurde aber so bislang nicht buchstabiert. Und das ist hier, wie so oft, ein guter Garant für verkannte Perlen.

LABEL: Alison Records

VERTRIEB: Cargo Records

VÖ: 02.03.2007

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