Dextro
Consequence Music
Text: Kai Ginkel
Überaus unoriginell: Ewan Mackenzie, den man meinetwegen tatsächlich als ein beachtenswertes musikalisches Talent bezeichnen könnte, treibt auf »Consequence Music« all jene Klischees auf die Spitze, die selbst manch einen treuen Begleiter der Boards Of Canada dazu bewogen haben, deren letztes Album nicht häufiger als einmal pro Trimester anzuhören.
Zwar ist es Mackenzie alias Dextro gelungen, das zigfach Totgedudelte mit einem sanften, zuweilen sogar ein wenig erfrischenden Rock-Vibe aufzupeppen. Schlussendlich aber verbirgt sich hinter der sorgfältigen Produktion sowie den gleichermaßen schmeichelhaften wie kurzlebigen Semi-Hooklines lediglich ein gefallsüchtiges Vakuum, das man vor einigen Jahren vielleicht als »Soundtrack zu einem inneren Film« umschrieben hätte. Doch den Film, den man damit hätte meinen können, hätte wohl schon damals keiner sehen wollen. Denn überall nur verschwommener Frühlingsschnickschnack, eigenartig uncharismatisch und darüber hinaus noch nicht mal erste Wahl, wenn man sich doch nur frei von allen Konsequenzen berieseln lassen möchte.
Dieses Album jedenfalls wird weder seinem wunderbaren Artwork gerecht noch der moderaten Forderung nach zumindest vereinzelten Schrulligkeiten, die lediglich im Fall der Noise-Zwirbeleien in »El Viento« zeigen, wie man das hier interessanter hätte gestalten können, ohne dabei sogar an Gefälligkeit zu verlieren.
Kann man alles in allem heute so nicht mehr bringen.
LABEL: Grönland Records
VERTRIEB: Cargo Records
VÖ: 23.03.2007

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