Jan Delay Searching… – The Dubs

Text von Holger In't Veld
am 11. Januar

So isses recht, lieber Jan Philip (by the way: jetzt schon DER signifikante Vorname hanseatischer Boheme-Revoluzzer): Erst allen Schnapp-Medien die Deppen-Headline »Reggae ist tot, jetzt ist Funk dran« ausgeben und dann still und trotzdem gar nicht heimlich auf den hauseigenen Indie-Töpfen ein kleines Dub-Süppchen kochen. Rules Sind zum breaken da. It's all right and natural …
    Ausgangsmaterial dieser extra entspannten Hall&Delay-Fingerübungen sind die Riddims der ersten Delay-Show, wobei auch die aktuellen Discokugel-Tracks gute Vorlagen gegeben hätten. Vielleicht sogar bessere. Will sagen: Mir sind die Instrumentals nicht knackig genug, weder im – unfairen, aber Konsumenten sind nun mal nicht fair – Vergleich zum heiligen Perry-Tubby-Bullwackie-Kanon noch im Schultermaß mit einigen Neo-/Digi-Dubs aus NL oder US. Ohne die feine Säure seiner Nasen-Poesie ist der Flavor zuu süß, der Flow zuu buttrig. Um kulinarische Bilder zu bemühen. Rumgespackt wird im Hause Arfmann-Eißfeldt offensichtlich auch in den selbstbestimmten Bereichen nicht mehr. Dafür erheben die Dubs die Jan Soul Rebels in den kanonisierten Status, machen DelayMusic büro- und hintergrund- tauglich. Mein Tipp für den späten Winter – besser als Kaminfeuer-Bildschirmschoner.

LABEL: Echo Beach

VERTRIEB: Indigo

VÖ: 19.01.2007

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