Text: Walter W. Wacht
In Kürze erscheint das neue Album »Swim« von Caribou, darauf hört man mit dem Stück »Jamelia« ein Gesangsfeature von Luke LaLonde, des schon einmal etwas kopfstimmig jodelnd-krähenden Sänger der kanadischen Band Born Ruffians. Ein Freundschaftsdienst, wie uns Dan Snaith (Caribou) im Interview sagte: »Wir kennen uns schon seit einer ganzen Weile. Als ich ›Jamelia‹ schrieb, bereitete mir mein Gesang während des Stücks noch einige Probleme. Und dann fiel es mir ein: Luke ist wie gemacht dafür!« Nun ist Luke LaLondes Gesang natürlich noch viel gemachter für seine eigene Band, die vor zwei Jahren mit ihrem Album »Red, Yellow and Blue« auf Warp debütierten und nun mit »Say It« Ende Mai ihr zweites Album nachlegen. Mit »Sole Brother« gibt es jetzt schon einen kostenlosen Ausblick auf die neue Ruffians-Platte.
Text: Walter W. Wacht
Der Bandname: sehr gut*. Der Song: ziemlich gut. Das Video: warum nicht? Mit der britischen Post-Gothpunk-Band O.Children steht schon seit letztem Sommer ein Hype-Kandidat für 2010 parat, die Band um ihren hühnenhaften Sänger Tobi O'Kandi arbeitet derzeit an ihrem Debütalbum. Nun wurde ein neues Video zum neuen Song »Ruins« veröffentlicht. Der ist zwar weniger aufregend als ihre mitreissende Single »Dead Disco Dancer«, gibt aber ebenfalls einen guten Eindruck von der finsteren Grundstimmung, die das aus Hackney, London stammende Quartett in ihrer Musik installiert hat.
Text: Walter W. Wacht

Lady GaGa und Regisseur Jonas Åkerlund haben am Freitag ein neues Musikvideo zu GaGas Single »Telephone« veröffentlicht, das als Kurzfilm Spielfilme wie Quentin Tarantinos »Kill Bill Vol. 1« und »Death Proof«, Oliver Stones »Natural Born Killers« und Ridley Scotts »Thelma & Louise« zitiert, das mit dem Massenmord einen Querverweis auf die Schlussszene des Clips zu »Paparazzi« liefert, und das GaGa in der Einstellung mit dem Leopardenkostüm aussehen lässt, wie Shania Twain in ihrem Video zu »That Don’t Impress Me Much«.
Daneben könnten wir im Weiteren auf die im Titel gestellte Frage nach dem Penis von Lady GaGa eingehen, aber das hatten wir schon anderswo. Wir könnten die aufwendigen Kostüme bzw. Kleider und Accessoires von Designern wie Fred Butler, Jean Charles de Castelbajac, Brian Lichtenberg, Viktor & Rolf, Search And Destroy, Chanel, Atsuko Kudo, Jeremy Scott, Thierry Mugler, Emilie Pirlot und Haus of GaGa betonen, aber das hatten wir schon anderswo. Wir könnten über das Product Placement diverser GaGa-Konsumgüter im Video schreiben, aber das hatten wir schon anderswo. Wir könnten über die Paarung GaGa und Beyoncé schreiben, aber auch das hatten wir schon anderswo. Das einzige, was man prinzipiell zu Lady GaGas neuem Video zu »Telephone« wissen muss, ist dies:
Text: Walter W. Wacht
Die französische Plattenfirma Record Makers feiert derzeit ihr zehnjähriges Bestehen, anlässlich dessen wir kurz »Joyeux Anniversaire!« ausrufen und anschließend auf die an Spex.de angeschlossenen Blogs verweisen möchten: Schon im Januar befragte unser Chef vom Dienst Martin Hossbach in seinem Blog »Recording Companies« die beiden Label-Betreiber Stephane Elfassi und Marc Teissier du Cros zu Herkunft und Bedeutung des Labelnamens. An anderer Stelle verwies Musikvideo-Blogger Moritz Schmall auf das neue durchgehend illustrierte und animierte Musikvideo zu Sebastien Telliers »Look«, welches wiederum die neue kostenlose Smartphone-App von Record Makers bewerben soll. Daneben gibt es zwei andere Apps, die auf der Musik französischer Produzenten beruhen.
Text: Walter W. Wacht
Was ist denn hier passiert? Wie ein Fremder in der eigenen, zugegeben noch übersichtlichen Diskografie klingen Von Spar mittlerweile, ihr drittes Album »Foreigner« signalisiert Aufbruch. Nach Im-weitesten-Sinne-Postpunk und verkrampft-zerfasertem Avant-Krautrock stieg zunächst Sänger Thomas Machmoud aus der Band aus, abgesehen von einigen wenigen Shows, einer Kollaboration mit Station 17 und der Single »HyBoLT« hörte man nichts von den Kölnern Von Spar. Was nun eher nebensächlich ist, denn ihr neues Album »Foreigner« ist wohl das, was man als gelungenes Comeback bezeichnen kann.
Text: Die Redaktion
Die Muppets mit Horrorfilm-Mashup – – – Daft Punk mit Maschinen-Musik für »Tron Legacy« – – – Moodymann mit Frisörtermin bei Red Bull – – – Trevor Jackson mit Musikvideo für Matias Aguayo – – – MP3s von Cobblestone Jazz und Madlib The Beat Conducta – – – »Dial 2010« und Fol »Liar« Chen im Stream – – – Der Spextrakt.
Text: Walter W. Wacht
Promo gone wrong? Das Vierfach-X in Album-Titel und anderen jüngeren Songs der kanadischen Dance-Punk-Band You Say Party! We Say Die! soll als Platzhalter für »Love« stehen, dabei fühlt man sich unfreiwillig eher an die britische Hype-Band The XX erinnert, deren Album-Cover und Bandname seit rund einem Jahr nun wirklich an jeder Ecke des Internets, in nahezu allen Plattenregalen und in beinahe jedem Musikmedium Unterbringung fand. Aber betrachten wir »There is XXXX (Within My Heart)« und das neue Musikvideo der jungen Regisseurin Hill Kourkoutis dazu einfach ohne Referenz-Kasten:
Text: Walter W. Wacht

Aus New York berichtete Jens Balzer in Spex #324 anlässlich des Konzerts der Metal-Supergroup Shrinebuilder: »Sie zertrümmern die Traditionen und kleben aus deren Fragmenten ein schönes, schiefes, aber jedenfalls ganz neues Bild zusammen. Shrinebuilder sind so gesehen auch keine Band, sondern ein echtes Ensemble. Sie bereichern den Metal mit einem Kollektivismus, den es in dieser Form bislang nicht gab.« Im April kommen Scott ›Wino‹ Weinrich (Saint Vitus, The Obsessed), Dale Crover (Melvins), Scott Kelly (Neurosis) und Al Cisneros (Om, Sleep) als Shrinebuilder nun für einige wenige Live-Shows nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, für die Gestaltung des Tour-Posters wird derzeit ein Wettbewerb ausgeschrieben. Die Spielregeln lesen sich wie folgt:
Text: Walter W. Wacht

Was macht James Murphy eigentlich, wenn er nicht gerade an seinem neuen Studio-Album oder dem Soundtrack zu »Greenberg« arbeitet? Genau: Modemusik. Für die Präsentation der Herbst/Winter-Kollektion 2010/2011 des Modehauses Yves Saint Laurent trat Murphy als LCD Soundsystem gestern ›Live‹ im Pariser Grand Palais auf, er folgte damit einer Einladung von YSL-Designer und -Kreativchef Stefano Pilati – ob damit ein Live-Konzert oder -Set, oder aber nur die Verwendung eines Songs gemeint war, ist derzeit nicht exakt überliefert. Einem Bericht des Telegraph zufolge besagten die Programmnotizen der Schau: »A woman in motion. Dynamic. Contemporary. Aware«. Schon seit rund zwei Jahren arbeiten Murphy und Pilati immer wieder zusammen, allerdings noch nie mit dem Ergebnis einer gemeinsamen Show. Der neue rund elfminütige LCD-Soundsystem-Instrumental-Track wurde exklusiv für die Schau produziert, gemeinsam mit einem Video vom Catwalk der YSL-Show kann man den Song nun streamen.
And in other related news:
Text: Die Redaktion
Ein Kinderchor singt Phoenix – – – Marion Cotillard singt mit Franz Ferdinand – – – Four Tet remixt Pantha du Prince – – – Wareika remixen Aufgang – – – Ein neuer Song von The Irrepressibles – – – Das Debüt-Album von Ellie Goulding – – – Haste Töne: Der Spextrakt.